Heuschnupfen & Pollenallergie – Alles, was du wissen musst

Allergische Reaktionen sind bei Kindern weit verbreitet und können im Alltag große Herausforderungen darstellen. Besonders die Pollenallergie oder der Heuschnupfen stellen saisonale Beschwerden dar, die häufig in den Frühlings- und Sommermonaten auftreten. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du Heuschnupfen bei Kindern erkennst und wie du dein Kind bestmöglich schützen kannst.
Hier erfährst du ...
Das Wichtigste in Kürze
Heuschnupfen ist Teil der Pollenallergie und kann schon im Kleinkindalter auftreten
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können langfristigen Folgen wie allergischem Asthma vorbeugen.
Vitamine und Spurenelemente wie Vitamin D, C, E und Zink stärken das Immunsystem und können helfen, allergische Reaktionen zu reduzieren.
Ist eine Pollenallergie und Heuschnupfen das Gleiche?
Heuschnupfen und Pollenallergie sind im Grunde zwei Begriffe für die gleiche Erkrankung. Beide beschreiben eine saisonale Allergie, die auftritt, wenn das Immunsystem überempfindlich auf Pollen von Bäumen, Gräsern oder Blumen reagiert, die besonders in den Frühlings- und Sommermonaten in der Luft sind.
Bei einer Pollenallergie überreagiert das Immunsystem auf die eigentlich harmlosen Pollen. Der Körper bildet Antikörper, die bei erneutem Kontakt mit den Pollen Entzündungsstoffe wie Histamin freisetzen. Dies löst die typischen Heuschnupfensymptome aus.
Kurz gesagt, Heuschnupfen ist die Bezeichnung für die Symptome einer Pollenallergie, die während der Pollensaison besonders stark ausgeprägt sind.

Symptome von Heuschnupfen
Die Symptome können bereits bei Kindern im Alter von zwei Jahren auftreten. Du erkennst sie an:
Verstopfter oder laufender Nase, ohne dass andere Anzeichen einer Erkältung auftreten.
Mundatmung, die häufig aufgrund einer blockierten Nasenatmung entsteht.
Juckender Nase und häufiges Niesen.
Juckende, gerötete Augen, die häufig auch tränen. Dein Kind reibt seine Augen ständig oder kneift sie zusamen.
Wie unterscheide ich saisonale Nasenallergien von einer Erkältung?
Es gibt einige typische Merkmale, die dir helfen können, saisonale Nasenallergien von einer Erkältung zu unterscheiden (1):
Symptome während der Pollensaison: Allergien treten meist zur gleichen Zeit jedes Jahr auf, wenn die Pollenkonzentration hoch ist. Wenn dein Kind also ähnliche Symptome wie im Vorjahr hat, könnte es an einer Pollenallergie liegen.
Dauer der Symptome: Heuschnupfensymptome dauern oft zwischen 6 und 8 Wochen, abhängig von der Pollenart. Erkältungen hingegen dauern in der Regel nur 1 bis 3 Wochen.
Juckende Augen und Nase: Diese Symptome sind typisch für Allergien, aber kommen bei Erkältungen nicht vor.
Fieber und Halsschmerzen: Diese Symptome deuten eher auf eine Erkältung hin und sind bei Allergien nicht zu erwarten.
Beide: Eine laufende Nase und tränende Augen können bei beiden auftreten. Auch Husten ist möglich, jedoch ist er bei Allergien weniger häufig.

Wie finde ich heraus, auf welche Pollen mein Kind reagiert?
Um festzustellen, ob es sich um Heuschnupfen handelt, kann ein Bluttest oder Pricktest beim Arzt durchgeführt werden. Beim Pricktest werden kleine Mengen von verschiedenen Allergenen auf die Haut aufgebracht, um herauszufinden, auf welche Substanzen dein Kind reagiert. Diese Tests dauern nur 15 bis 20 Minuten und liefern eine schnelle Diagnose (2).
Warum sollte man bei einer Pollenallergie handeln?
Unbehandelte Pollenallergien können das Leben deines Kindes erheblich beeinträchtigen. Eine verstopfte Nase und das ständige Niesen können den Schlaf stören, was zu ständiger Müdigkeit führt. Das wiederum beeinflusst die Konzentration und kann sich zudem auf die schulischen Leistungen auswirken (3).
Außerdem können die Symptome die Teilnahme an Freizeitaktivitäten im Freien oder sportlichen Aktivitäten erschweren. Besonders bei anhaltenden Beschwerden kann es zur Frustration und schlechter Laune kommen (4).
Ein weiterer wichtiger Grund, bei einer Pollenallergie zu handeln, ist, dass unbehandelte allergische Reaktionen das Risiko erhöhen können, dass sich die Allergie zu Asthma entwickelt. Allergisches Asthma kann durch häufige Pollenexposition ausgelöst oder verschärft werden, was die Atemwege dauerhaft belastet. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf die Symptome zu reagieren (5,6).
Kann man etwas tun, um Allergien vorzubeugen?
Eine starke Immunsystem ist der beste Schutz gegen Heuschnupfen. Das menschliche Immunsystem ist ein hochkomplexes System, das wie ein großes Puzzle aus vielen verschiedenen Teilen besteht. Dabei spielen bestimmte Nährstoffe und Vitamine eine entscheidende Rolle. Ein Mangel an diesen wichtigen Bausteinen kann das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Allergien erhöhen (7,8).

Vitamin D
Vitamin D ist ein zentraler Faktor für ein gut funktionierendes Immunsystem. Ein Mangel kann dazu führen, dass das Immunsystem überreagiert, was insbesondere bei Allergien problematisch sein kann. Da der Körper Vitamin D nicht selbst produzieren kann, benötigen wir die Sonne, um es zu synthetisieren. Besonders in den Wintermonaten, wenn wir weniger Sonne abbekommen, können wir zu einem Vitamin D-Mangel neigen, was uns anfälliger für Krankheiten und Allergien macht. In diesen Fällen kann eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll sein, um den Bedarf auszugleichen.
Vitamin E
Vitamin E ist bekannt für seine antioxidative Wirkung und schützt unsere Zellen vor oxidativem Stress. Es kommt vor allem in pflanzlichen Ölen wie Rapsöl, Sonnenblumenöl und Maiskeimöl vor, aber auch in Nüssen, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Der Tagesbedarf lässt sich in der Regel problemlos über die Ernährung decken, sodass eine zusätzliche Nahrungsergänzung meist nicht erforderlich ist.
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Vitamin C
Vitamin C ist nicht nur ein bewährter Helfer für das Immunsystem, sondern auch ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Allergien vorzubeugen. Ein Mangel an Vitamin C kann das Immunsystem schwächen und die Reaktion auf Allergene verschärfen. Besonders bei Kindern ist es wichtig, auf eine ausreichende Zufuhr zu achten, da es eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und der Gesundheit spielt.
Zink
Zink ist ein wichtiges Spurenelement, das bei der Stabilisierung von Mastzellen hilft. Mastzellen speichern Histamin, das bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird und die typischen Symptome wie Niesen, Juckreiz oder eine laufende Nase auslöst. Zink wirkt als natürliches Antihistamin, indem es die Mastzellen stabilisiert und somit hilft, allergische Reaktionen zu mindern.
Kreuzallergien – Vorsicht bei bestimmten Lebensmitteln
Kreuzallergien können bei Kindern auftreten, die auf Pollen allergisch sind. Dabei reagieren sie auch auf bestimmte Lebensmittel, die ähnliche Proteinstrukturen enthalten wie die Pollen. Hier ist eine kurze Übersicht (2,9,10):
Baumpollen-Allergiker: Obstsorte wie Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen oder Kiwi und Gemüse wie rohe Karotten.
Gräserpollen-Allergiker: Obst wie Kiwi, Gemüse wie Erbsen, Bohnen und Linsen sowie Getreideprodukte.
Kräuterpollen-Allergiker: Obst wie Äpfel und Birnen (nach dem Abkochen verträglich), Gemüse wie Sellerie (roh) und Soja sowie Nüsse wie Haselnüsse.
In vielen Fällen hilft es, die betroffenen Lebensmittel vor dem Verzehr abzukochen, da die Struktur zerstört wird und der Körper die Proteine nicht mehr als Gefahr ansieht.

Wusstest du?
Wer auf Latex allergisch reagiert kann auch auf bestimmte Früchte wie Bananen, Avocados, Kiwi, Tomaten und Kastanien reagieren. Dieses Phänomen nennt man auch Latex-Frucht-Syndrom!
Risikofaktoren für Heuschnupfen
Einige Faktoren können das Risiko für Heuschnupfen erhöhen (11):
Elternteil mit Allergien: Wenn Eltern an Allergien leiden, ist das Risiko für ihre Kinder höher, ebenfalls eine Allergie zu entwickeln. Wenn beide Elternteile eine Pollenallergie haben, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 – 70 %.
Stadtleben: In städtischen Gebieten, wo die Luftverschmutzung und die Pollenkonzentration höher sind, treten Allergien häufiger auf.
Kaiserschnittgeburt und Flaschenkinder: Kinder, die nicht natürlich zur Welt kommen oder nicht gestillt werden entwickeln häufiger Allergien
Geschlecht: Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.
Die Häufigkeit von Heuschnupfen steigt mit dem Alter: Nur etwa 5 % der 3- bis 6-Jährigen sind betroffen, aber bei 14- bis 17-Jährigen sind es bereits 18,4 % (9).

Alltagstipps bei Heuschnupfen
Es gibt einige Tricks, mit denen du deinem Kind die Pollenzeit erleichtern kannst:
Kleidung nicht im Kinderzimmer wechseln: Nach dem Spielen im Freien sollte dein Kind die Kleidung an einem anderen Ort wechseln, um die Pollen von draußen reinzuholen.
Haare waschen: Abends vor dem Schlafengehen die Pollen aus den Haaren.
Pollen-Apps: Mit speziellen Apps kannst du den Pollenflug überwachen und den Aufenthalt im Freien besser planen.
Pollenfilter und Pollengitter: Pollenfilter für das Auto und Pollengitter an Fenstern können helfen, den Pollenfluss im Innenbereich zu reduzieren.
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Fazit
Heuschnupfen und Pollenallergien können das Leben deines Kindes beeinträchtigen, aber mit den richtigen Maßnahmen können die Symptome kontrolliert und die Lebensqualität verbessert werden. Achte auf die Symptome, und wenn du den Verdacht hast, dass dein Kind an Heuschnupfen leidet, wende dich an einen Arzt. Ein Pricktest oder Bluttest kann Klarheit bringen und eine gezielte Behandlung ermöglichen.
Indem du das Immunsystem deines Kindes stärkst und Präventivmaßnahmen ergreifst, kannst du dazu beitragen, die Auswirkungen der Pollenallergie zu minimieren.
Ab welchem Alter kann Heuschnupfen bei Kindern auftreten?
Schon Kinder im Alter von 2 Jahren können erste Symptome zeigen. Wichtig ist, diese frühzeitig zu erkennen und ärztlich abklären zu lassen.
Woran erkenne ich, ob es eine Allergie oder eine Erkältung ist?
Typisch für Allergien sind juckende, rote Augen und eine laufende Nase während der Pollensaison. Eine Erkältung ist meist mit Fieber verbunden und geht schneller vorbei.
Wie finde ich heraus, auf welche Pollen mein Kind reagiert?
Ein Pricktest oder Bluttest beim Arzt zeigt, gegen welche Pollen dein Kind allergisch ist – die Tests sind schnell und unkompliziert.
Kann man Heuschnupfen vorbeugen?
Ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz. Ausreichende Versorgung mit Vitamin D, C, E und Zink kann helfen, allergischen Reaktionen vorzubeugen.
Wann sollte ich bei Heuschnupfen einen Arzt aufsuchen?
Wenn die Symptome über Wochen hinweg anhalten oder sogar schlimmer werden, solltest du ärztlichen Rat einholen.
Referenzen zum Nachlesen:
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