Fett macht dick und verstopft die Arterien; dieses Vorurteil hält sich seit Jahrzehnten. Doch so einfach ist es nicht. Unser Körper ist auf Fett angewiesen, denn es liefert Energie, ist Bestandteil unserer Zellen und ermöglicht die Aufnahme wichtiger Vitamine. Entscheidend ist vor allem, welche Fette wir zu uns nehmen.
Doch welche Fette sind wirklich gesund und wie viel davon braucht dein Körper? In diesem Ratgeber erfährst du, worauf es bei der Auswahl ankommt, welche Lebensmittel besonders empfehlenswert sind und wie du gesunde Fette ganz einfach in deinen Alltag integrierst.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Gesunde Fette sind essenziell: Sie liefern Energie, unterstützen die Zellfunktionen und ermöglichen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
Ungesättigte Fettsäuren bevorzugen: Sie stecken vor allem in pflanzlichen Ölen, Nüssen, Samen und Avocados.
Olivenöl ist besonders empfehlenswert: Olivenöl liefert viel Ölsäure und als natives Olivenöl extra zusätzlich Polyphenole.
Auf die richtige Fettmenge achten: Etwa 30 Prozent der täglichen Energiezufuhr sollten aus Fett stammen.
Warum braucht der Körper gesunde Fette?
Fette sind für unseren Körper unverzichtbar und erfüllen zahlreiche wichtige Funktionen. Entscheidend für eine gesunde Ernährung ist dabei nicht nur die aufgenommene Menge, sondern auch die Qualität der Fette.
Mit 9 Kilokalorien pro Gramm liefert Fett mehr als doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate und Eiweiß, die jeweils 4 Kilokalorien pro Gramm enthalten. Darüber hinaus übernehmen Fette weitere wichtige Aufgaben:
- Aufbau und Funktion der Zellen: Fettsäuren sind wichtige Bestandteile der Zellmembranen, die unsere Körperzellen umgeben und deren Funktion unterstützen.
- Aufnahme fettlöslicher Vitamine: Die Vitamine A, D, E und K benötigen Fett, damit sie vom Körper ausreichend aufgenommen werden können. Deshalb ist es beispielsweise sinnvoll, Gemüse oder Salat mit etwas Olivenöl zu kombinieren.
- Versorgung mit essenziellen Fettsäuren: Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) kann der Körper nicht selbst herstellen. Sie müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden. Gute Quellen sind pflanzliche Öle, Nüsse und Samen (1,2).
Allerdings ist Fett nicht gleich Fett. Während Olivenöl und Nüsse überwiegend ungesättigte Fettsäuren liefern, enthalten Butter und viele tierische Lebensmittel größere Mengen gesättigter Fettsäuren. Welche Unterschiede zwischen den einzelnen Fettarten bestehen und wie sie sich auf die Gesundheit auswirken, erfährst du im nächsten Abschnitt.
Welche Arten von Fettsäuren gibt es?
Fettsäuren lassen sich anhand ihres chemischen Aufbaus in drei Gruppen einteilen. Sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und ihrer Wirkung auf die Gesundheit:
- Gesättigte Fettsäuren: besitzen keine Doppelbindungen in ihrer Kohlenstoffkette.
- Einfach ungesättigte Fettsäuren: besitzen eine Doppelbindung.
- Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: besitzen zwei oder mehr Doppelbindungen.
Die Anzahl der Doppelbindungen beeinflusst unter anderem die Konsistenz. Fette mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren sind bei Raumtemperatur häufig fest, während Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren meist flüssig bleiben.
Gesättigte Fettsäuren: gesund oder ungesund?
Gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Käse und fettreicher Wurst vor. Aber auch Kokos- und Palmöl enthalten größere Mengen davon (3).
Eine hohe Aufnahme gesättigter Fettsäuren kann den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen und damit einen wichtigen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen (1, 3). Deshalb empfehlen sowohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), ihren Anteil auf unter 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen. Bei einem Energiebedarf von 2.000 Kilokalorien entspricht das rund 22 Gramm pro Tag (4, 5).
Dass eine Reduzierung sinnvoll sein kann, zeigt auch eine Cochrane-Übersichtsarbeit mit rund 56.700 Teilnehmenden. Über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren war eine geringere Aufnahme gesättigter Fettsäuren mit einem um 17 Prozent reduzierten Risiko für kombinierte Herz-Kreislauf-Ereignisse verbunden (6).
Du musst gesättigte Fettsäuren also nicht vollständig meiden. Wichtiger ist, sie bewusst zu begrenzen und überwiegend auf hochwertige pflanzliche Fettquellen zu setzen.
Einfach ungesättigte Fettsäuren
Einfach ungesättigte Fettsäuren sind ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Ihr bekanntester Vertreter ist die Ölsäure, die insbesondere in Olivenöl vorkommt. Je nach Sorte und Herkunft macht sie häufig mehr als 70 Prozent der enthaltenen Fettsäuren aus (7). Weitere gute Quellen sind Rapsöl, Avocados, Mandeln und Haselnüsse.
Ihr gesundheitlicher Vorteil zeigt sich besonders dann, wenn sie gesättigte Fettsäuren ersetzen. Dafür gibt es einen zugelassenen EU-Health-Claim: Der Ersatz gesättigter Fettsäuren durch einfach und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei (8). Er gilt für Lebensmittel mit hohem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, etwa Olivenöl.
Auch die mediterrane Ernährung liefert Hinweise auf die gesundheitlichen Vorteile einer Ernährung mit hochwertigen pflanzlichen Fetten. In einer Studie mit 7.447 Personen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko traten bei einer mediterranen Ernährung, die mit nativem Olivenöl extra oder Nüssen ergänzt wurde, weniger schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse auf als in der Kontrollgruppe (9). Dabei ist wichtig: Die positiven Ergebnisse lassen sich nicht allein auf Olivenöl zurückführen. Auch der hohe Anteil an Gemüse, Hülsenfrüchten und weiteren pflanzlichen Lebensmitteln dürfte eine Rolle gespielt haben.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren lassen sich in zwei wichtige Gruppen unterteilen: Omega-3 und Omega-6. Beide erfüllen wichtige Funktionen im Körper. Besonders relevant sind die essenziellen Fettsäuren Alpha-Linolensäure (Omega-3) und Linolsäure (Omega-6), die der Körper nicht selbst herstellen kann und deshalb über die Nahrung aufnehmen muss (2).
Bei Omega-3 gibt es einen wichtigen Unterschied: Während Alpha-Linolensäure (ALA) hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Leinöl, Walnüssen und Chiasamen vorkommt, liefern fettreicher Fisch und Algenöl die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA direkt (10, 11).
Der Körper kann ALA zwar in EPA und DHA umwandeln, allerdings nur in begrenztem Umfang. Deshalb ist es sinnvoll, neben pflanzlichen Omega-3-Quellen auch auf eine ausreichende Versorgung mit EPA und DHA zu achten (12).
Omega-6-Fettsäuren finden sich dagegen beispielsweise in Sonnenblumen-, Distel- und Maiskeimöl sowie in Nüssen und Samen. Besonders wichtig ist die Linolsäure. Häufig wird außerdem über das optimale Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 diskutiert (13).
Welche Fettsäuren sind gesund? Die Übersicht
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die verschiedenen Fettsäuren gesundheitlich einordnen lassen und in welchen Lebensmitteln sie hauptsächlich vorkommen.
| Fettsäure | Gesundheitliche Einordnung | Typische Lebensmittel |
|---|---|---|
| Gesättigte Fettsäuren | Können bei hoher Aufnahme den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen. Sollten begrenzt werden. | Butter, Käse, Wurst, Kokosöl, Palmöl |
| Einfach ungesättigte Fettsäuren | Können zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen, wenn sie gesättigte Fettsäuren ersetzen. | Olivenöl, Rapsöl, Avocado, Mandeln, Haselnüsse |
| Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-6) | Liefern die essenzielle Linolsäure. |
Sonnenblumenöl, Distelöl, Walnüsse, Kürbiskerne |
| Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3) | Liefern die essenzielle Alpha-Linolensäure (ALA). Fisch und Algenöl liefern EPA und DHA. |
Leinöl, Rapsöl, Walnüsse, Leinsamen, fettreicher Fisch |
Für eine gesunde Fettzufuhr kommt es vor allem auf die richtige Auswahl an. Pflanzliche Öle wie Oliven- und Rapsöl, Nüsse und Samen sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Lebensmittel mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren müssen dagegen nicht vollständig gemieden, sollten aber bewusst und in Maßen verzehrt werden.
Welche Lebensmittel enthalten gesunde Fette?
Gesunde Fette findest du vor allem in pflanzlichen Ölen, Nüssen, Samen, Avocados und fettreichem Fisch. Die Lebensmittel unterscheiden sich jedoch in ihrer Fettsäurezusammensetzung und liefern teilweise weitere wertvolle Nährstoffe. Eine abwechslungsreiche Auswahl hilft dir deshalb, deinen Körper mit verschiedenen Fettsäuren zu versorgen.
Olivenöl: Reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Polyphenolen
Olivenöl gehört zu den wichtigsten Quellen einfach ungesättigter Fettsäuren. Besonders hervorzuheben ist die Ölsäure, die häufig mehr als 70 Prozent der enthaltenen Fettsäuren ausmacht (7). Damit eignet sich Olivenöl hervorragend, um Butter und andere Fette mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren zu ersetzen.
Natives Olivenöl extra enthält sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Polyphenole (10). Für Olivenöl-Polyphenole ist in der EU folgende gesundheitsbezogene Angabe zugelassen: “Olivenöl-Polyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.” Voraussetzung sind mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seiner Derivate pro 20 g Olivenöl. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 20 g Olivenöl ein (8). Auch wissenschaftliche Untersuchungen liefern Hinweise auf die Wirkung von Olivenöl (14).
Nüsse und Samen: gesunde Fette mit zusätzlichen Nährstoffen
Nüsse und Samen liefern neben ungesättigten Fettsäuren auch Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Je nach Sorte unterscheiden sich ihre Nährstoffprofile:
- Mandeln und Haselnüsse: reich an einfach ungesättigten Fettsäuren.
- Walnüsse, Leinsamen und Chiasamen: liefern pflanzliche Omega-3-Fettsäuren (ALA) (16).
- Kürbiskerne: enthalten ungesättigte Fettsäuren und sind mit rund 402 mg pro 100 g eine gute Magnesiumquelle (15).
Eine kleine Handvoll Nüsse pro Tag ist eine sinnvolle Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung.
Fisch und Algenöl: wichtige Quellen für EPA und DHA
Fettreiche Fischarten wie Lachs, Makrele und Hering liefern die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt für Erwachsene eine angemessene tägliche Zufuhr von 250 mg EPA und DHA (13).
Die DGE empfiehlt, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen, darunter auch fettreichen Fisch (11). Erfahre hier mehr über die Omega-3-Dosierung.
Gesunde Fette: Die besten Lebensmittel im Überblick
| Lebensmittel | Vorherrschende Fettsäuren | Besonderheit |
|---|---|---|
| Natives Olivenöl extra | Einfach ungesättigt (Ölsäure) | Enthält zusätzlich Polyphenole |
| Rapsöl | Einfach ungesättigt, Omega-3 (ALA) | Wenig gesättigte Fettsäuren |
| Leinöl | Omega-3 (ALA) | Besonders hoher Omega-3-Gehalt, nur kalt verwenden |
| Walnüsse | Omega-6 und Omega-3 (ALA) | Liefern zusätzlich Ballaststoffe |
| Mandeln, Haselnüsse | Einfach ungesättigt | Enthalten Mineralstoffe und Ballaststoffe |
| Avocado | Einfach ungesättigt (Ölsäure) | Liefert zusätzlich Ballaststoffe |
| Lachs, Makrele, Hering | Omega-3 (EPA und DHA) | Direkte Quelle langkettiger Omega-3-Fettsäuren |
| Algenöl | Omega-3 (EPA und DHA) | Pflanzliche Alternative zu Fischöl |
Tipp für den Alltag: Nutze Olivenöl als vielseitiges Speiseöl, ergänze Rapsöl oder Leinöl für die pflanzliche Omega-3-Versorgung und iss regelmäßig Nüsse und Samen. So kombinierst du unterschiedliche gesunde Fettquellen, ohne deine Ernährung kompliziert gestalten zu müssen.
Welche Öle eignen sich zum Braten und Kochen?
Olivenöl ist vielseitiger, als häufig angenommen wird. Auch natives Olivenöl extra eignet sich nicht nur für Salate, sondern kann zum Dünsten, Schmoren und Braten bei moderaten Temperaturen verwendet werden (17).
Für die richtige Auswahl helfen folgende Orientierungspunkte:
- Kalte Küche: Natives Olivenöl extra, Leinöl und kaltgepresstes Rapsöl eignen sich für Salate, Dips und kalte Speisen.
- Kochen und Braten: Olivenöl und Rapsöl sind gute Allrounder. Für hohe Temperaturen ist raffiniertes Rapsöl besonders geeignet.
- Frittieren: Hier sollten ausreichend hitzestabile Öle mit einem Rauchpunkt von mindestens 180 °C verwendet werden, beispielsweise raffiniertes Rapsöl (10).
- Als Brotaufstrich: Butter ist in kleinen Mengen möglich. Alternativ eignen sich pflanzliche Streichfette mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren.
Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen kaltgepressten und raffinierten Ölen. Kaltgepresste Öle behalten mehr ihrer natürlichen Aroma- und Begleitstoffe, während raffinierte Öle meist geschmacksneutraler, länger haltbar und stärker erhitzbar sind (17).
Entscheidend ist außerdem, dass Öl beim Erhitzen nicht zu rauchen beginnt. Spätestens dann ist die Temperatur zu hoch. Besonders empfindliche Öle wie Leinöl sollten grundsätzlich nur kalt verwendet werden.
Wie viele gesunde Fette solltest du täglich essen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, etwa 30-35 Prozent ihrer täglichen Energie über Fett aufzunehmen. Bei einem Energiebedarf von 2.000 Kilokalorien entspricht das rund 67 Gramm Fett pro Tag (2). Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt einen Referenzbereich von 20 bis 35 Prozent (13).
Dabei kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Zusammensetzung an. Gesättigte Fettsäuren sollten höchstens 7 bis 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Der Großteil des Fettes sollte aus ungesättigten Fettsäuren stammen (4, 5).
Als praktische Orientierung für den Alltag eignen sich folgende Mengen:
- 2–3 Esslöffel pflanzliches Öl täglich, beispielsweise Oliven- oder Rapsöl (3).
- Eine kleine Handvoll Nüsse (ca. 25 g) täglich, möglichst ungesalzen (4).
- Ein- bis zweimal Fisch pro Woche, darunter auch fettreiche Arten wie Lachs, Makrele oder Hering (11).
Beachte dabei, dass auch andere Lebensmittel Fett liefern, beispielsweise Käse, Fleisch, Gebäck oder Fertigprodukte. Diese Mengen zählen zur gesamten Fettzufuhr dazu. Entscheidend ist, dass du überwiegend hochwertige Fettquellen wählst und die Gesamtmenge zu deinem persönlichen Energiebedarf passt.
5 Tipps, um gesunde Fette in die Ernährung einzubauen
Schon kleine Veränderungen bei der Lebensmittelauswahl können die Qualität deiner Fettzufuhr verbessern:
- Olivenöl als Standardöl verwenden: Nutze natives Olivenöl extra für Salate, Dressings, Gemüse und zum Braten bei moderaten Temperaturen.
- Butter und Sahne häufiger ersetzen: Probiere Avocado oder Nussmus als Brotaufstrich und verwende pflanzliche Öle anstelle von Butter oder Sahne beim Kochen.
- Nüsse und Samen regelmäßig einbauen: Ergänze dein Müsli mit Walnüssen oder Leinsamen und verfeinere Salate mit Kürbis- oder Sonnenblumenkernen.
- Auf Omega-3 achten: Verwende neben Olivenöl auch Raps- oder Leinöl und integriere regelmäßig Omega-3-reiche Lebensmittel wie Walnüsse und fettreichen Fisch. Algenöl kann eine Alternative für die direkte Versorgung mit EPA und DHA sein.
- Versteckte Fette im Blick behalten: Besonders Wurstwaren, Gebäck und stark verarbeitete Snacks können größere Mengen gesättigter Fettsäuren enthalten. Ein Blick auf die Nährwerttabelle hilft bei der Auswahl.
Fazit
Fette sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Entscheidend ist dabei weniger, möglichst wenig Fett zu essen, sondern auf die richtigen Fettquellen zu setzen. Besonders empfehlenswert sind Lebensmittel mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, während gesättigte Fettsäuren nur in Maßen aufgenommen werden sollten.
Eine ausgewogene Fettzufuhr muss also nicht kompliziert sein. Schon kleine Veränderungen, etwa Olivenöl statt Butter oder eine Handvoll Nüsse als Snack, können langfristig zu einer gesünderen Ernährung beitragen.
Erfahre hier...
Unsere Expertin
Welche Fette sind besonders gesund?
Besonders empfehlenswert sind ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in Olivenöl, Rapsöl, Nüssen, Samen und Avocados vorkommen. Auch Omega-3-Fettsäuren aus fettreichem Fisch oder Algenöl sind wertvoll. Entscheidend ist eine abwechslungsreiche Auswahl verschiedener Fettquellen.
Welche Fette sollte man eher vermeiden?
Vor allem Transfettsäuren aus teilweise gehärteten Fetten sollten möglichst vermieden werden. Gesättigte Fettsäuren, beispielsweise aus Butter, Wurst und fettreichem Käse, sollten nur in Maßen aufgenommen werden. Sie müssen jedoch nicht vollständig vom Speiseplan verschwinden.
Ist Olivenöl gesünder als Butter?
Olivenöl ist für den täglichen Gebrauch in der Regel die günstigere Wahl. Es enthält überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren, während Butter reich an gesättigten Fettsäuren ist. Der Ersatz gesättigter Fettsäuren durch einfach und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.
Kann man zu viele gesunde Fette essen?
Ja. Auch gesunde Fette liefern mit 9 Kilokalorien pro Gramm viel Energie. Wer dauerhaft mehr Kalorien aufnimmt, als der Körper verbraucht, kann an Gewicht zunehmen. Deshalb sollten auch hochwertige Fettquellen in angemessenen Mengen verzehrt werden.
Welche gesunden Fette eignen sich zum Abnehmen?
Für eine Gewichtsabnahme ist ein langfristiges Kaloriendefizit entscheidend. Alle Fette liefern 9 Kilokalorien pro Gramm, auch Olivenöl, Nüsse und Avocados. Verwende sie deshalb in Maßen.
Quellenverzeichnis
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Fett in der Ernährung: Fakten rund um die Bedeutung von Fett für den Körper. DGE-Blog. Bonn: DGE; 2023. Verfügbar unter: https://www.dge.de/blog/2023/fett-in-der-ernaehrung-fakten-rund-um-die-bedeutung-von-fett-fuer-den-koerper/
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Fett, essenzielle Fettsäuren. In: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn: DGE. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/fett-essenzielle-fettsaeuren/
- Verbraucherzentrale. Wie viel Fett am Tag gehört zu einer gesunden Ernährung? Verfügbar unter: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/wie-viel-fett-am-tag-gehoert-zu-einer-gesunden-ernaehrung-40798
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Ausgewählte Fragen und Antworten zur 2. Version der DGE-Leitlinie. Bonn: DGE; 2015. Verfügbar unter: https://www.dge.de/fileadmin/dok/gesunde-ernaehrung/faq/DGE-FAQ-Fett-Leitlinie-2015.pdf
- World Health Organization. WHO updates guidelines on fats and carbohydrates. Geneva: WHO; 2023 Jul 17. Verfügbar unter: https://www.who.int/news/item/17-07-2023-who-updates-guidelines-on-fats-and-carbohydrates
- Hooper L, Martin N, Jimoh OF, Kirk C, Foster E, Abdelhamid AS. Reduction in saturated fat intake for cardiovascular disease. Cochrane Database Syst Rev. 2020;8(8):CD011737. doi:10.1002/14651858.CD011737.pub3
- Frančáková H, Ivanišová E, Dráb Š, Krajčovič T, Tokár M, Mareček J, et al. Composition of fatty acids in selected vegetable oils. Potravinarstvo. 2015;9(1):538-42. doi:10.5219/556
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel. Amtsblatt der Europäischen Union. 2012;L 136:1-40.
- Estruch R, Ros E, Salas-Salvadó J, Covas MI, Corella D, Arós F, et al. Primary prevention of cardiovascular disease with a Mediterranean diet supplemented with extra-virgin olive oil or nuts. N Engl J Med. 2018;378(25):e34. doi:10.1056/NEJMoa1800389
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Pflanzliche Öle bevorzugen. Bonn: DGE. Verfügbar unter: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/pflanzliche-oele/
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. DGE empfiehlt: Auf Fettmenge und -qualität achten. Bonn: DGE. Verfügbar unter: https://www.dge.de/presse/meldungen/pressearchiv/dge-empfiehlt-auf-fettmenge-und-qualitaet-achten/
- Brenna JT, Salem N Jr, Sinclair AJ, Cunnane SC. alpha-Linolenic acid supplementation and conversion to n-3 long-chain polyunsaturated fatty acids in humans. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2009;80(2-3):85-91. doi:10.1016/j.plefa.2009.01.004
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- Verbraucherzentrale. Speiseöle. Verfügbar unter: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/speiseoele-welche-eignen-sich-fuer-was-38811



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