Nährstoffwissen

Mit der richtigen Magnesium Dosierung einen Mangel vermeiden

Frau betrachtet eine Magnesiumkapsel vor der Einnahme und hält ein Glas Wasser – typische Situation bei der täglichen Magnesium Dosierung.

Magnesium ist ein echter Allrounder unter den Mineralstoffen – für Muskeln, Nerven, Knochen und den Energiehaushalt unverzichtbar. Trotzdem wissen viele Menschen gar nicht, ob sie genug davon bekommen. Gerade in Phasen von Wachstum, Stress, Schwangerschaft oder intensivem Sport kann der Magnesiumbedarf deutlich steigen und ein Mangel schleicht sich oft unbemerkt ein.


In diesem Beitrag erfährst du, welche Magnesium Dosierung in verschiedenen Lebensphasen sinnvoll ist, wie du einen Magnesiummangel erkennst, welche Magnesiumpräparate besonders gut aufgenommen werden und worauf du bei einer möglichen Überdosierung achten solltest. So bekommst du einen klaren Überblick, wie du deine Magnesiumversorgung gezielt und einfach optimieren kannst.

Das Wichtigste in Kürze

Die optimale Magnesium Dosierung ist entscheidend für Muskeln, Nerven, Energiehaushalt und Knochengesundheit.

Die empfohlene Magnesium Dosierung hängt stark von Alter, Geschlecht und Lebenssituation ab.

Magnesium aus Lebensmitteln wird nur zu etwa 30–40 % aufgenommen – eine bewusste Auswahl beeinflusst die tatsächliche Magnesium Dosierung erheblich.

Nahrungsergänzungsmittel können helfen, die Magnesium Dosierung gezielt zu ergänzen, sollten aber sinnvoll und angepasst eingesetzt werden.

Magnesiummangel – mögliche Symptome

Viele Menschen beschäftigen sich erst dann mit Magnesium, wenn erste Beschwerden auftreten. Dabei zeigt sich ein Magnesiummangel häufig schleichend und äußert sich durch unspezifische Symptome, die nicht sofort mit der Mineralstoffversorgung in Verbindung gebracht werden.


Typische Anzeichen des Magnesiummangels sind:


  • Muskelkrämpfe, insbesondere in den Waden

  • Muskelzucken oder anhaltende Muskelverspannungen

  • Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit

  • Innere Unruhe, Nervosität oder Reizbarkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • Kopfschmerzen

  • Schlafstörungen


Diese Anzeichen erklären, warum die Frage nach der richtigen Magnesium Dosierung für viele Menschen erst relevant wird, wenn Beschwerden bereits bestehen. Umso wichtiger ist es, den individuellen Bedarf besser einzuordnen und zu verstehen, welche Mengen in verschiedenen Lebenssituationen empfohlen werden.

Frau liegt erschöpft auf dem Sofa mit Hand an der Stirn – mögliches Anzeichen für Magnesiummangel wie Müdigkeit oder Erschöpfung.

Welche Magnesium-Dosierung ist ideal?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für die Magnesium Dosierung alters- und geschlechtsspezifische Referenzwerte vor. Diese Empfehlungen orientieren sich an einer durchschnittlichen, gesunden Bevölkerung und beschreiben die Zufuhr, mit der ein Magnesiummangel in der Regel vermieden werden kann (1).


Wichtig zu wissen: Die DGE-Werte stellen eine Basisversorgung dar. Sie berücksichtigen weder individuelle Belastungen noch besondere Lebensumstände wie intensiven Sport, chronischen Stress oder eine eingeschränkte Aufnahme im Alter. In der Praxis bedeutet das: Wer dauerhaft mehr verbraucht oder weniger aufnimmt, kann trotz Einhaltung der Empfehlung an seine Grenzen kommen.

Magnesium Dosierung in verschiedenen Lebensphasen

Der tatsächliche Magnesiumbedarf entsteht aus dem Zusammenspiel von Aufnahme, Verlusten und Verbrauch. In bestimmten Lebensphasen verschieben sich diese Faktoren deutlich – und damit auch die Anforderungen an die Versorgung.

Magnesium Dosierung für Kinder und Jugendliche

  • 1–3 Jahre: 170 mg pro Tag
  • 4–6 Jahre: 190 mg pro Tag
  • 7–9 Jahre: etwa 240 mg pro Tag
  • 10–18 Jahre: 260-330 mg (männlich) und 230-260 mg (weiblich)

Im Kindes- und Jugendalter unterstützt Magnesium vor allem den Aufbau von Knochen, Muskeln und Nervensystem. Während der Pubertät steigt der Bedarf deutlich an, da Wachstumsschübe, hormonelle Veränderungen und zunehmende Muskelmasse gleichzeitig stattfinden. Eine ausreichende Versorgung ist in dieser Phase wichtig, um die körperliche Entwicklung stabil zu begleiten.

Magnesium Dosierung für Erwachsene

  • Männer: 350 mg pro Tag
  • Frauen: 300 mg pro Tag

Im Erwachsenenalter trägt Magnesium wesentlich zur Energiegewinnung und zur Regulation von Muskel- und Nervenfunktionen bei. Stress spielt hier eine zentrale Rolle: Stresshormone fördern die Magnesiumausscheidung, gleichzeitig steigt der Bedarf des Nervensystems. Wer dauerhaft unter hoher Belastung steht, spürt einen Mangel daher oft früher – etwa durch Muskelverspannungen, innere Unruhe oder Erschöpfung.

Hand mit mehreren Magnesiumtabletten – Symbol für Magnesium Supplementierung im Alltag.

Magnesium Dosierung für Sportler*innen

  • Sportler*innen: 330–420 mg pro Tag

Bei Bewegung wirkt Magnesium als Gegenspieler von Calcium in der Muskulatur. Es sorgt dafür, dass sich Muskeln nach der Anspannung wieder entspannen können. Je nach Trainingsintensität kann der Bedarf um 10–20 % im Vergleich zur allgemeinen Empfehlung steigen, unter anderem aufgrund einer höheren Ausscheidungsrate über Schweiß und Urin. Je intensiver und länger die Belastung, desto höher fällt dieser Verlust aus. Bleibt er unkompensiert, kann sich das in Krämpfen, verminderter Leistungsfähigkeit oder längerer Regeneration zeigen (2).

Magnesium Dosierung in Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaft und Stillzeit: 320-400 mg pro Tag 

In Schwangerschaft und Stillzeit wird Magnesium verstärkt für Zellteilung, Gewebeaufbau und die Entwicklung des kindlichen Nervensystems benötigt. Gleichzeitig verändern hormonelle Prozesse den Magnesiumstoffwechsel. Eine gute Versorgung unterstützt die neuromuskuläre Balance der Mutter und deckt den erhöhten Bedarf durch das heranwachsende Kind (3).

Schwangere Frau legt die Hände auf ihren Bauch – Hinweis auf erhöhten Magnesiumbedarf in Schwangerschaft und Stillzeit.

Übersicht: Empfohlene Magnesium Dosierung nach Altersgruppen

Lebensphase
Empfohlene Magnesium Dosierung pro Tag
Kinder 1–3 Jahre
170 mg
Kinder 4–6 Jahre 190 mg
Kinder 7–9 Jahre 240 mg
Kinder & Jugendliche (männlich) 260-330 mg
Kinder & Jugendliche (weiblich) 230-260 mg
Erwachsene Männer 350 mg
Erwachsene Frauen
300 mg
Sportler:innen 330-420 mg
Schwangerschaft & Stillzeit
320-400 mg

Wann Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein können

Eine gezielte Supplementierung kann dann sinnvoll sein, wenn die empfohlene Magnesium Dosierung über die Ernährung allein schwer zu erreichen ist oder der Bedarf deutlich erhöht ist. 


Das betrifft vor allem:

  • Phasen mit erhöhtem Verbrauch, etwa intensiven Sport oder anhaltenden Stress
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • ältere Menschen mit verminderter Aufnahmefähigkeit im Darm
  • Personen mit einseitiger Ernährung oder eingeschränkter Nahrungsaufnahme
  • bestimmte Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten, die die Magnesiumausscheidung erhöhen

Wichtig ist dabei: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung, sie können aber helfen, die individuelle Magnesium Dosierung gezielt zu ergänzen.

Unsere Empfehlung

Welche Magnesiumformen gibt es?

Magnesium liegt in Nahrungsergänzungsmitteln immer in gebundener Form vor. Diese chemische Bindung beeinflusst maßgeblich, wie gut sich Magnesium im Verdauungstrakt löst, wie effizient es aufgenommen wird und in welchen Geweben es letztlich verfügbar ist.


Studien zeigen, dass sich Magnesiumverbindungen deutlich in ihrer Bioverfügbarkeit unterscheiden – die Wahl der Magnesiumform hat daher einen direkten Einfluss darauf, wie viel Magnesium dem Körper tatsächlich zur Verfügung steht.


  • Organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat, -bisglycinat, -lactat oder -aspartat sind an organische Säuren oder Aminosäuren gebunden, die dem Körper aus dem eigenen Stoffwechsel bekannt sind. Diese Formen werden im Darm in der Regel besser gelöst und effizienter aufgenommen als anorganische Verbindungen (4).
  • Anorganische Magnesiumformen wie Magnesiumoxid oder -carbonat enthalten zwar rechnerisch viel elementares Magnesium, zeigen jedoch eine geringere Löslichkeit und Bioverfügbarkeit, sodass ein Teil des Magnesiums ungenutzt wieder ausgeschieden wird (5).

In der Praxis werden daher häufig mehrere Magnesiumformen kombiniert. Hintergrund ist, dass unterschiedliche Magnesiumverbindungen unterschiedliche Absorptions- und Verteilungsprofile aufweisen. Studien zeigen, dass nicht allein die Dosierung, sondern vor allem die chemische Bindung darüber entscheidet, wie Magnesium im Körper verteilt wird – etwa in Muskel- oder Nervengewebe. Durch die Kombination verschiedener Formen kann die Magnesiumaufnahme gleichmäßiger erfolgen, ohne dass höhere Dosen zwangsläufig zu einer besseren Verwertung führen (6).

Verschiedene Magnesiumtabletten und -kapseln liegen in einer Hand – Darstellung unterschiedlicher Magnesiumpräparate und Darreichungsformen.

Magnesium Überdosierung – was du wissen solltest

Magnesium gilt grundsätzlich als gut verträglich. Wird jedoch über Nahrungsergänzungsmittel dauerhaft zu viel Magnesium zugeführt, kann es zu unerwünschten Reaktionen kommen.


Mögliche Anzeichen einer Magnesium Überdosierung sind:

  • Weicher Stuhl oder Durchfall
  • Bauchschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden
  • Übelkeit
  • Allgemeines Unwohlsein


Bei gesunden Menschen wird überschüssiges Magnesium in der Regel über die Nieren ausgeschieden. Dennoch gilt: Eine dauerhaft sehr hohe Magnesiumdosierung ist nicht sinnvoll. Besonders bei bestehenden Erkrankungen oder eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Einnahme höherer Mengen ärztlich begleitet werden.

Fazit

Die optimale Magnesium Dosierung hängt von Alter, Lebensphase und individueller Belastung ab. Während die Empfehlungen der DGE eine wichtige Orientierung bieten, reicht diese Basis nicht in jeder Situation aus.


Eine magnesiumreiche Ernährung bildet das Fundament jeder Versorgung. Nahrungsergänzungsmittel können helfen, die Magnesium Dosierung gezielt zu ergänzen – vorausgesetzt, Form und Dosierung passen zum persönlichen Bedarf. Entscheidend ist nicht eine möglichst hohe Zufuhr, sondern eine Magnesium Dosierung, die langfristig gut verträglich ist und sich sinnvoll in den Alltag integrieren lässt.

Was ist die empfohlene Magnesium Dosierung für Erwachsene?

Die empfohlene Magnesium Dosierung liegt für erwachsene Männer bei etwa 350 mg pro Tag und für Frauen bei 300 mg pro Tag. Bei erhöhtem Bedarf, zum Beispiel durch Sport, Stress oder Schwangerschaft, kann eine höhere Zufuhr sinnvoll sein.

Woran erkenne ich einen Magnesiummangel?

Ein Magnesiummangel äußert sich häufig durch Muskelkrämpfe, Zuckungen, Müdigkeit, innere Unruhe, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen. Da die Symptome unspezifisch sein können, wird ein Mangel oft erst spät bemerkt.

Wie kann ich einen Magnesiummangel vorbeugen?

Eine magnesiumreiche Ernährung, z. B. mit Nüssen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und grünem Gemüse, bildet die Basis. Ergänzend kann eine gezielte Magnesium Dosierung über Nahrungsergänzungsmittel helfen, den Bedarf zu decken.

Wie wähle ich das passende Magnesium Präparat aus?

Achte auf einen Magnesium Komplex, der verschiedene organische und anorganische Formen kombiniert. So wird eine gleichmäßige Aufnahme sichergestellt, ohne dass eine sehr hohe Dosierung notwendig ist.

Warum lohnt sich ein Magnesium Komplex?

Ein Magnesium Komplex kombiniert verschiedene Magnesiumverbindungen, wie Citrate, Bisglycinat oder Oxid. Dadurch wird die Aufnahme verbessert, da unterschiedliche Formen unterschiedliche Absorptions- und Verteilungsprofile im Körper haben.

Wie lange dauert es, bis ein Magnesium Mangel behoben ist?

Die Dauer hängt von der Höhe des Mangels und der gewählten Magnesium Dosierung ab. Leichte Mängel können oft nach wenigen Wochen ausgeglichen werden, während schwerere Mängel längerfristige Supplementierung erfordern.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Magnesium?

Nüsse, Samen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse und Mineralwasser sind besonders reich an Magnesium und tragen zur Deckung des täglichen Bedarfs bei.

Referenzen zum Nachlesen
  1. DGE. Magnesium; 2026 [Stand: 04.02.2026]. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/magnesium/.
  2. Zhang H, Wang R, Guo S, Tian Q, Zhang S, Guo L et al. Lower serum magnesium concentration and higher 24-h urinary magnesium excretion despite higher dietary magnesium intake in athletes: a systematic review and meta-analysis. Food Science and Human Wellness 2023; 12(5):1471–80. 
  3. Fanni D, Gerosa C, Nurchi VM, Manchia M, Saba L, Coghe F et al. The Role of Magnesium in Pregnancy and in Fetal Programming of Adult Diseases. Biol Trace Elem Res 2021; 199(10):3647–57. 
  4. Pardo MR, Garicano Vilar E, San Mauro Martín I, Camina Martín MA. Bioavailability of magnesium food supplements: A systematic review. Nutrition (Burbank, Los Angeles County, Calif.) 2021; 89:111294. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34111673/.
  5. Uysal N, Kizildag S, Yuce Z, Guvendi G, Kandis S, Koc B et al. Timeline (Bioavailability) of Magnesium Compounds in Hours: Which Magnesium Compound Works Best? Biol Trace Elem Res 2019; 187(1):128–36. 
  6.  Ates M, Kizildag S, Yuksel O, Hosgorler F, Yuce Z, Guvendi G et al. Dose-Dependent Absorption Profile of Different Magnesium Compounds. Biol Trace Elem Res 2019; 192(2):244–51. 

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