Longevity

Inflammaging: Wenn stille Entzündungen das Altern antreiben

Nachdenkliche ältere Frau am Fenster

Du hast dich schon immer gesund gefühlt und dennoch zeigen sich mit zunehmendem Alter schleichende Veränderungen wie anhaltende Müdigkeit oder Gelenkbeschwerden, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen.


Solche Entwicklungen werden häufig als normale Alterserscheinungen eingeordnet. Tatsächlich steckt jedoch oft ein übersehener Faktor dahinter: Chronische, niedriggradige Entzündungsprozesse im Körper. In der Forschung wird dieser Zusammenhang als Inflammaging beschrieben. Im Folgenden erfährst du, was genau dahinter steckt, wie Inflammaging im Körper entsteht und mit welchen Maßnahmen du gezielt Einfluss darauf nehmen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

Inflammaging bezeichnet eine chronische, niedriggradige Entzündung, die mit dem Alter zunimmt und den Körper dauerhaft belastet 

Inflammaging gilt als einer der zentralen Treiber vieler altersbedingter Erkrankungen, von Herz-Kreislauf-Problemen bis zur Neurodegeneration 

Mit gezielten Maßnahmen kann man Entzündungsprozessen aktiventgegenwirken, je früher man damit beginnt, desto wirkungsvoller

Was ist Inflammaging?

Der Begriff Inflammaging stammt aus dem Englischen und wurde zusammengesetzt aus inflammation (Entzündung) und aging (Altern). Er beschreibt einen chronischen, systemischen Entzündungszustand auf niedrigem Niveau, der sich im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses entwickelt und sich deutlich von einer akuten Entzündung unterscheidet.


Um diesen Unterschied greifbar zu machen: Wenn du dir den Knöchel verstauchst oder eine Erkältung hast, reagiert dein Immunsystem schnell und gezielt. Die Entzündung erfüllt dabei eine klare Funktion. Sie unterstützt die Reparatur von Gewebe oder hilft, Krankheitserreger zu bekämpfen. Anschließend klingt sie wieder ab. 

Beim Inflammaging handelt es sich um einen dauerhaften, unterschwelligen Entzündungszustand, der ohne einen klar erkennbaren Auslöser im Körper bestehen bleibt. Du kannst dir das wie einen Schwelbrand vorstellen. Es gibt kein sichtbares Feuer und keine akuten Beschwerden, aber im Hintergrund läuft eine kontinuierliche Belastung, die über Jahre hinweg Schaden verursachen kann (1).

Gealterte Hände in Ruhestellung – Hinweis auf chronische Entzündungsprozesse und altersbedingte Veränderungen im Körper

Was passiert im Körper bei Inflammaging?

Um Inflammaging wirklich zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die zugrunde liegenden biologischen Prozesse. 

Inflammaging Ursachen

Das Immunsystem verändert sich mit dem Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab. Gleichzeitig gerät es leichter aus dem Gleichgewicht.

  • Die Produktion neuer, anpassungsfähiger Immunzellen sinkt
  • Bestehende Immunzellen reagieren weniger gezielt
  • Entzündungsfördernde Botenstoffe werden vermehrt ausgeschüttet

Das Ergebnis ist eine erhöhte Entzündungsbereitschaft, auch ohne konkreten Auslöser.

Zombie-Zellen fördern stille Entzündungen

Alte oder geschädigte Zellen werden nicht mehr zuverlässig abgebaut und verbleiben im Gewebe (auch bekannt als seneszente Zellen).

  • Diese Zellen sind zwar nicht mehr aktiv teilungsfähig
  • Sie setzen jedoch kontinuierlich entzündungsfördernde Stoffe frei
  • Sie beeinflussen auch umliegende gesunde Zellen negativ (2)

So tragen sie wesentlich dazu bei, dass Entzündungen im Körper dauerhaft bestehen bleiben.

Kraftwerke der Zellen und oxidativer Stress

Die Energieproduktion in den Zellen, vor allem Mitochondrien wird mit dem Alter ineffizienter.

  • Es entstehen vermehrt freie Radikale
  • Diese verursachen Zellschäden
  • Gleichzeitig aktivieren sie entzündliche Prozesse

Es entsteht ein Kreislauf aus Zellschädigung und Entzündung, der sich selbst verstärkt.

Der Darm beeinflusst das Entzündungsgeschehen

Auch der Darm spielt eine entscheidende Rolle beim Inflammaging.

  • Die Darmbarriere kann mit der Zeit durchlässiger werden
  • Bakterielle Bestandteile gelangen leichter in den Blutkreislauf
  • Das Immunsystem reagiert darauf mit Entzündungsprozessen

Ein gestörtes Darmmikrobiom gilt daher als einer der wichtigsten beeinflussbaren Faktoren (1).

Warum solltest du Inflammaging vorbeugen

Chronische, niedriggradige Entzündungen wirken sich direkt auf deine Gesundheit und Lebensqualität aus. Inflammaging wird heute mit vielen altersbedingten Erkrankungen in Verbindung gebracht (3).


Die wichtigsten Auswirkungen auf einen Blick:


  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Entzündungen fördern Prozesse in den Gefäßwänden, die zur Bildung von Ablagerungen beitragen. Dadurch steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. 
  • Diabetes mellitus Typ 2: Entzündliche Botenstoffe können die Wirkung von Insulin beeinträchtigen und so die Entstehung einer Insulinresistenz begünstigen. 
  • Neurodegenerative Erkrankungen: Chronische Entzündungen im Gehirn stehen im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Alzheimer und können den Abbau von Nervenzellen beschleunigen.
  • Sarkopenie (altersbedingter Muskelabbau): Entzündungsprozesse fördern den Abbau von Muskelmasse und erschweren gleichzeitig den Muskelaufbau. 
  • Osteoporose (Knochenerkrankung): Ein dauerhaft erhöhtes Entzündungsniveau kann das Gleichgewicht im Knochenstoffwechsel stören und den Knochenabbau begünstigen.
  • Krebserkrankungen: Ein chronisch entzündliches Umfeld im Körper kann die Entstehung und das Wachstum bestimmter Tumoren fördern (4). 

Beachte: Inflammaging ist in der Regel nicht die alleinige Ursache dieser Erkrankungen. Es wirkt vielmehr im Hintergrund und erhöht über Jahre hinweg das Risiko. Gleichzeitig kann es bestehende Beschwerden verstärken. Genau deshalb spielt Prävention eine so wichtige Rolle. Je früher du ansetzt, desto besser kannst du langfristige Auswirkungen beeinflussen. Erfahre hier mehr.

Älterer Mann spielt Schach mit Kind im Wohnzimmer – geistige Aktivität und soziale Interaktion als Schutzfaktoren gegen Inflammaging und kognitiven Abbau

Typische Anzeichen von Inflammaging

Bei Inflammaging gibt keine klaren Warnsignale und keinen Zeitpunkt, an dem das Problem plötzlich beginnt. Stattdessen zeigen sich oft unspezifische Beschwerden, die einzeln betrachtet harmlos wirken, in ihrer Kombination jedoch auf eine erhöhte Entzündungsaktivität hinweisen können.


Mögliche Hinweise auf Inflammaging:


  • Anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung, die trotz ausreichend Schlaf bestehen bleibt
  • Schlafprobleme oder das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder unregelmäßiger Stuhlgang
  • Neu auftretende Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Konzentrationsprobleme oder Gedächtnisschwäche
  • Unerklärliche Gewichtszunahme, besonders im Bauchbereich
  • Gelenk oder Muskelschmerzen ohne klare Ursache
  • Hautveränderungen wie Rötungen, unreine Haut oder ein fahler Teint
  • Depressive Verstimmungen oder erhöhte innere Unruhe
  • Häufige Kopfschmerzen oder Migräne
  • Zunehmende Allergiesymptome

Diese Beschwerden sind unspezifisch und können viele Ursachen haben. Für sich genommen sind sie kein Beweis für Inflammaging. Wenn du jedoch mehrere dieser Anzeichen über einen längeren Zeitraum bei dir beobachtest, kann es sinnvoll sein, das ärztlich abklären zu lassen und das Thema stille Entzündungen gezielt anzusprechen.

Erschöpfter Mann auf dem Sofa – typische Müdigkeit als mögliches Anzeichen für Inflammaging und stille Entzündungen

Ursachen und Risikofaktoren: Was Inflammaging befeuert

Inflammaging entsteht nicht durch einen einzelnen Auslöser. Vielmehr ist es das Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren. Viele davon kannst du aktiv beeinflussen.

Inflammaging Risikofaktoren

Lebensstil als zentraler Hebel

Dein Alltag hat einen direkten Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper.

  • Eine Ernährung mit vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln, Zucker, Transfettsäuren und Alkohol kann Entzündungen fördern
  • Bewegungsmangel begünstigt die Ansammlung von Bauchfett und schwächt die natürliche Entzündungsregulation
  • Zu wenig Schlaf kann bereits nach kurzer Zeit die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe erhöhen

Biologische Faktoren

Einige Einflussfaktoren sind nicht veränderbar, spielen aber eine wichtige Rolle.

  • Mit zunehmendem Alter steigen Entzündungsmarker im Körper an
  • Genetische Veranlagung kann die Anfälligkeit für chronische Entzündungen erhöhen
  • Hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in der Menopause, können den Entzündungsstatus beeinflussen

Umwelt und Stress

Auch äußere Einflüsse und mentale Belastung wirken sich auf das Entzündungsgeschehen aus.

  • Chronischer Stress kann das hormonelle Gleichgewicht stören und langfristig entzündliche Prozesse fördern
  • Umweltfaktoren wie Feinstaub, Chemikalien oder intensive UV Strahlung können Zellschäden verursachen und Entzündungsreaktionen aktivieren

Körperinterne Faktoren

Bestimmte Prozesse im Körper selbst können Inflammaging zusätzlich verstärken.

  • Viszerales Fett im Bauchraum ist hormonell aktiv und setzt entzündungsfördernde Stoffe frei
  • Ein gestörtes Darmmikrobiom kann die Entzündungsbelastung erhöhen
  • Chronische Infektionen oder bestehende Erkrankungen können als dauerhafte Entzündungsquelle wirken

Diagnostik: Wie lässt sich Inflammaging nachweisen?

Da Inflammaging keine typischen Symptome verursacht, bleibt es oft lange unentdeckt. Umso wichtiger ist es, gezielt auf messbare Marker zurückzugreifen, die Hinweise auf stille Entzündungsprozesse im Körper geben können.


Eine zentrale Rolle spielt das hochsensitive C reaktive Protein (hsCRP). Es erfasst bereits geringe, unterschwellige Entzündungen im Blut und gilt als wichtiger Frühindikator für chronische Erkrankungen, insbesondere im Herz-Kreislauf. Ergänzend können Entzündungsmarker wie Interleukin 6 (IL-6) oder Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α) bestimmt werden. Diese werden jedoch nicht routinemäßig untersucht und dienen eher der vertieften Abklärung.


Zusätzlich kann es sinnvoll sein, mögliche Entzündungsquellen im Körper zu berücksichtigen, insbesondere den Darm und die Mundgesundheit. Ein gestörtes Mikrobiom oder chronische Zahnfleischentzündungen können die systemische Entzündungsbelastung erhöhen. 

Wichtig bleibt: Einzelne Werte sind immer im Gesamtkontext zu betrachten. Sie liefern Hinweise, ersetzen aber keine ärztliche Diagnose und sollten idealerweise im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen eingeordnet werden.

Arzt untersucht älteren Patienten mit Stethoskop – medizinische Abklärung von Entzündungsmarkern bei Inflammaging

Inflammaging gezielt gegensteuern: Was wirklich hilft

Auch wenn Inflammaging ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses ist, bedeutet das nicht, dass du ihm hilflos ausgeliefert bist. Im Gegenteil: Zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass dein Lebensstil einen direkten Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper hat. Genau hier setzt Prävention an und bietet dir die Möglichkeit, aktiv gegenzusteuern und langfristig Einfluss auf deine Gesundheit zu nehmen.

1. Ernährung: der wichtigste Hebel

Die Ernährung hat einen besonders starken Einfluss auf den Entzündungsstatus. Dabei geht es nicht um kurzfristige Maßnahmen, sondern um eine langfristig entzündungsarme Ernährungsweise.


Diese Ernährungsmaßnahmen können unterstützend wirken:


  • Mind. 5 Portionen Gemüse und Obst täglich liefern Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die oxidativen Stress und Entzündungen reduzieren
  • Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Algen können entzündliche Prozesse positiv beeinflussen (5)
  • Polyphenolreiches Olivenöl hat starke entzündungsregulierende Eigenschaften (6) und wird mit kardioprotektiven Effekten in Verbindung gebracht (7)
  • Ausreichend Protein hilft, Muskelmasse zu erhalten und altersbedingten Abbauprozessen entgegenzuwirken

Gleichzeitig lohnt es sich, typische Entzündungstreiber zu reduzieren. Dazu zählen vor allem stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker, Transfette und ein hoher Alkoholkonsum.

Kurkuma gilt als eines der stärksten natürlichen Antioxidantien und liefert bioaktive Pflanzenstoffe, die an entzündungsrelevanten Prozessen im Körper beteiligt sind. Besonders gut untersucht ist dabei Curcumin, der Hauptwirkstoff aus Kurkuma, der ein vielsprechendes Potenzial im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen hat (12).

Unsere Empfehlung

Tipp: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung, können jedoch eine gezielte Ergänzung darstellen, um Lücken zu schließen und die Wirkstoffe in einer für deinen Körper relevanten Dosis bereitzustellen. Erfahre hier mehr.

2. Regelmäßige Bewegung

Regelmäßige Bewegung wirkt direkt auf Entzündungsprozesse im Körper. Sie hilft unter anderem, Bauchfett zu reduzieren und die Stoffwechselgesundheit zu verbessern (8, 9).


Besonders sinnvoll ist eine Kombination aus:


  • Ausdauertraining wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen
  • Krafttraining zur Erhaltung der Muskelmasse
  • Mehr Bewegung im Alltag, zum Beispiel durch Spaziergänge oder Treppensteigen
  • Schon moderate Aktivität kann messbare Effekte auf Entzündungsmarker haben

3. Schlaf: Grundlage für Regeneration

Schlaf ist entscheidend für ein gut funktionierendes Immunsystem. Während der Nacht laufen wichtige Reparaturprozesse ab, die helfen, Entzündungen zu regulieren. Dauerhafter Schlafmangel kann dagegen Entzündungsprozesse verstärken (10).


Wichtige Faktoren sind:


  • 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht
  • Regelmäßige Schlafzeiten
  • Eine ruhige und dunkle Schlafumgebung

4. Stressmanagement

Chronischer Stress kann das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen und entzündliche Prozesse fördern (11).


Hilfreich sind vor allem:


  • Entspannungsmethoden wie Atemübungen oder Meditation
  • Bewegung, idealerweise an der frischen Luft
  • Soziale Kontakte und bewusste Pausen im Alltag
  • Ein besseres Zeitmanagement 
Entspannte Frau in der Natur mit geschlossenen Augen – gesunder Lebensstil zur Reduktion von Entzündungen und Inflammaging

5. Gesundes Körpergewicht

Vor allem viszerales Fett im Bauchraum ist metabolisch aktiv und fördert Entzündungsprozesse. Bereits eine moderate Reduktion des Bauchfetts kann den Entzündungsstatus messbar verbessern (9).


Schon kleine Veränderungen können helfen:


  • Eine Kombination aus ausgewogener Ernährung und Bewegung
  • Langfristige, realistische Anpassungen statt kurzfristiger Diäten

Fazit

Stille Entzündungen mögen unsichtbar sein, aber sie sind nicht unkontrollierbar. Das Konzept des Inflammaging zeigt, dass viele altersbedingte Beschwerden und Erkrankungen keine unausweichlichen Folgen des Alterns sind, sondern in erheblichem Maß durch tägliche Entscheidungen mitbestimmt werden.


Kein einzelner Schritt löst das Problem, aber das Zusammenspiel aus antientzündlicher Ernährung, regelmäßiger Bewegung, ausreichend Schlaf, gezieltem Stressmanagement und einer gesunden Darmflora kann viel bewirken.

Erfahre mehr über gesundes Altern: 

Unsere Empfehlung für gesundes Altern

Unser Experte

Portrait Robert Appuhn

Robert Appuhn

Heilpraktiker, Ernährungsberater

Schwerpunkte:
Mikronährstoffe | Orthomolekulare Therapie

Was versteht man unter Inflammaging?

Inflammaging beschreibt einen chronischen, niedriggradigen Entzündungszustand im Körper, der sich mit zunehmendem Alter entwickelt. Diese „stillen Entzündungen“ verlaufen oft unbemerkt, können aber langfristig den Alterungsprozess beschleunigen und die Entstehung verschiedener Erkrankungen begünstigen.

Woran erkennt man stille Entzündungen im Körper?

Stille Entzündungen verursachen meist keine eindeutigen Symptome. Typische Hinweise können jedoch anhaltende Müdigkeit, Schlafprobleme, Verdauungsbeschwerden, Konzentrationsprobleme oder unerklärliche Gewichtszunahme sein. Eine sichere Diagnose ist nur über Laborwerte möglich.

Welche Blutwerte zeigen Inflammaging an?

Wichtige Marker sind das hochsensitive C-reaktive Protein (hsCRP), Interleukin-6 (IL-6) und Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α). Diese Werte können Hinweise auf unterschwellige Entzündungsprozesse im Körper geben.

Warum beschleunigt Inflammaging den Alterungsprozess?

Chronische Entzündungen fördern Zellschäden, oxidativen Stress und eine Fehlregulation des Immunsystems. Dadurch werden regenerative Prozesse gestört und altersbedingte Veränderungen im Körper können schneller voranschreiten.

Welche Krankheiten stehen mit Inflammaging in Verbindung?

Inflammaging wird mit vielen altersbedingten Erkrankungen in Zusammenhang gebracht, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Osteoporose und Sarkopenie.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Inflammaging?

Die Ernährung ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren. Eine entzündungsarme Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Omega-3-Fettsäuren und polyphenolreichen Lebensmitteln kann helfen, Entzündungsprozesse im Körper zu regulieren.

Können Omega-3-Fettsäuren Entzündungen reduzieren?

Omega-3-Fettsäuren werden häufig mit entzündungsregulierenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Sie können dazu beitragen, das Gleichgewicht entzündungsfördernder und entzündungshemmender Prozesse im Körper zu unterstützen.

Kann man Inflammaging rückgängig machen?

Inflammaging ist ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses, lässt sich aber durch gezielte Maßnahmen beeinflussen. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf und Stressmanagement kann helfen, Entzündungsprozesse zu reduzieren.

Welche Maßnahmen helfen am besten gegen Inflammaging?

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen eine entzündungsarme Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Stressreduktion und ein gesundes Körpergewicht. Entscheidend ist dabei die langfristige Umsetzung im Alltag.

Referenzen zum Nachlesen
  1. Franceschi C, Garagnani P, Parini P, Giuliani C, Santoro A. Inflammaging: a new immune-metabolic viewpoint for age-related diseases. Nat Rev Endocrinol 2018; 14(10):576–90.
  2. Liu Z, Liang Q, Ren Y, Guo C, Ge X, Wang L et al. Immunosenescence: molecular mechanisms and diseases. Signal Transduct Target Ther 2023; 8(1):200.
  3. Carollo C, Sorce A, Cirafici E, Ciuppa ME, Mulè G, Caimi G. Silent Inflammation, Loud Consequences: Decoding NLR Across Renal, Cardiovascular and Metabolic Disorders. Int J Mol Sci 2025; 26(17).
  4. Andonian BJ, Hippensteel JA, Abuabara K, Boyle EM, Colbert JF, Devinney MJ et al. Inflammation and aging-related disease: A transdisciplinary inflammaging framework. Geroscience 2025; 47(1):515–42.
  5. Shahidi F, Ambigaipalan P. Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids and Their Health Benefits. Annu Rev Food Sci Technol 2018; 9:345–81.
  6. Tripoli E, Giammanco M, Tabacchi G, Di Majo D, Giammanco S, La Guardia M. The phenolic compounds of olive oil: structure, biological activity and beneficial effects on human health. Nutr Res Rev 2005; 18(1):98–112.
  7. Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to polyphenols in olive and protection of LDL particles from oxidative damage (ID 1333, 1638, 1639, 1696, 2865), maintenance of normal blood HDL cholesterol concentrations (ID 1639), mainte. EFSA Journal 2011; 9(4):2033.
  8. Veerman L, Tarp J, Wijaya R, Wanjau MN, Möller H, Haigh F et al. Physical activity and life expectancy: a life-table analysis. Br J Sports Med 2025; 59(5):333–8.
  9. Cunningham C, O' Sullivan R, Caserotti P, Tully MA. Consequences of physical inactivity in older adults: A systematic review of reviews and meta-analyses. Scand J Med Sci Sports 2020; 30(5):816–27.
  10. Sambou ML, Zhao X, Hong T, Fan J, Basnet TB, Zhu M et al. Associations Between Sleep Quality and Health Span: A Prospective Cohort Study Based on 328,850 UK Biobank Participants. Front Genet 2021; 12:663449.
  11. Çakmur H. Effects of Stress on Human Health. IntechOpen eBooks 2020.
  12. Abd El-Hack ME, El-Saadony MT, Swelum AA, Arif M, Abo Ghanima MM, Shukry M et al. Curcumin, the active substance of turmeric: its effects on health and ways to improve its bioavailability. J Sci Food Agric 2021; 101(14):5747–62.

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