Olivenöl ist fester Bestandteil der mediterranen Ernährung, wird seit Jahrzehnten von Ernährungsexperten empfohlen und steht immer wieder im Fokus wissenschaftlicher Forschung. Doch weißt du, warum Olivenöl als gesund gilt und ob du im Alltag überhaupt das richtige Produkt verwendest?
Denn Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Zwischen einem günstigen Standardöl und einem hochwertigen, polyphenolreichen Olivenöl liegen deutliche Unterschiede, die sich direkt auf Qualität und Wirkung auswirken können. In diesem Beitrag erfährst du, was Olivenöl im Körper tatsächlich bewirken kann und woran du ein gutes Öl erkennst.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Der gesundheitliche Nutzen des Olivenöls hängt stark von der Qualität und Verarbeitung ab
Olivenöl enthält wertvolle Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole, die im Körper gesundheitsfördernde Eigenschaften auslösen können
Achte auf polyphenolreiche Olivenöle (HP-EVOO) mit einem Mindestgehalt von 250 mg Polyphenolen, um von den Vorteilen zu profitieren
Warum ist Olivenöl gesund?
Olivenöl gilt seit Jahrhunderten als fester Bestandteil einer gesunden Ernährung. Besonders im Mittelmeerraum, wo es täglich verwendet wird, zeigen sich auffällig niedrige Raten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine insgesamt hohe Lebenserwartung.
Ein möglicher Grund dafür ist die klassische mediterrane Ernährungsweise. Sie basiert auf viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und Olivenöl als wichtigste Fettquelle (1). Diese Kombination liefert nicht nur wertvolle Nährstoffe, sondern scheint auch langfristig die Gesundheit positiv zu beeinflussen.
Was macht das Olivenöl so gesund?
Lange Zeit ging man davon aus, dass vor allem die Fettsäurezusammensetzung entscheidend ist. Olivenöl enthält einen hohen Anteil an Ölsäure, einer einfach ungesättigten Fettsäure aus der Omega-9-Gruppe, die je nach Sorte etwa 55 bis 83 Prozent des Öls ausmacht (2).
Heute weiß man jedoch, dass der gesundheitliche Mehrwert von Olivenöl weit darüber hinausgeht. Eine entscheidende Rolle spielen bestimmte bioaktive Pflanzenstoffe, die oft unterschätzt werden und dennoch maßgeblich zur Wirkung beitragen: die Polyphenole.
Warum sind Polyphenole für die Wirkung entscheidend?
Polyphenole sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die Pflanzen als natürlichen Schutz bilden. Sie helfen ihnen, sich gegen UV-Strahlung, Schädlinge und Krankheitserreger zu verteidigen.
Doch diese Stoffe wirken nicht nur in der Pflanze selbst.
Auch im menschlichen Körper stehen sie im Fokus der Forschung, da sie an verschiedenen biologischen Prozessen beteiligt sind und eine wichtige Rolle für die gesundheitlichen Effekte von Lebensmitteln spielen können. Gerade im Olivenöl sind Polyphenole ein entscheidender Faktor, wenn es um Qualität und potenzielle Wirkung geht.
Die wichtigsten Polyphenole im Olivenöl
Oleocanthal ▼
Oleocanthal ist verantwortlich für das typische Kratzen im Rachen, das du vielleicht von hochwertigem Olivenöl kennst. Genau dieses sensorische Merkmal gilt als Hinweis auf einen hohen Polyphenolgehalt. Studien zeigen, dass Oleocanthal im Körper eine ähnliche Wirkung entfalten kann wie das Schmerzmittel Ibuprofen.
Hydroxytyrosol ▼
Hydroxytyrosol zählt zu den stärksten bekannten Antioxidantien. Es kann dazu beitragen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, also vor Schäden durch freie Radikale, die im Alltag ständig im Körper entstehen.
Oleuropein ▼
Oleuropein ist vor allem in unreifen Oliven enthalten und prägt den charakteristischen, leicht bitteren Geschmack von hochwertigem Olivenöl. Während der Reifung wird es teilweise in Hydroxytyrosol umgewandelt, was die Zusammensetzung und damit auch die Eigenschaften des Öls beeinflusst.
Ist jedes Olivenöl gesund?
Entscheidend für die Qualität und auch für die gesundheitlichen Eigenschaften von Olivenöl ist vor allem, wie die Oliven verarbeitet werden und in welche Qualitätsstufe das Öl eingeordnet wird. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sich die verschiedenen Kategorien deutlich in ihrer Zusammensetzung, insbesondere im Gehalt an bioaktiven Pflanzenstoffen wie Polyphenolen, unterscheiden.
High Polyphenol EVOO (HP‑EVOO) ▼
High Polyphenol EVOO (HP‑EVOO) bezeichnet besonders hochwertige Öle innerhalb der Kategorie natives Olivenöl extra mit sehr hohem Polyphenolgehalt. Sie entstehen unter speziellen Bedingungen wie früher Ernte, geeigneten Olivensorten und schonender Verarbeitung. Diese Öle stehen im Fokus vieler Studien, da sie besonders hohe Konzentrationen an bioaktiven Verbindungen liefern.
Natives Olivenöl extra (EVOO) ▼
Natives Olivenöl extra (EVOO) gilt als die höchste Qualitätsstufe. Es wird ausschließlich mechanisch hergestellt, ohne Hitze oder chemische Lösungsmittel. Der Säuregehalt muss unter 0,8 Prozent liegen und das Öl darf keine sensorischen Fehler aufweisen. In dieser Kategorie kann eine gewisse Menge an Polyphenolen enthalten sein, dies ist jedoch aufgrund zahlreicher Faktoren oft nicht der Fall.
Natives Olivenöl ▼
Natives Olivenöl unterliegt weniger strengen Anforderungen. Der Säuregehalt kann bis zu 2 Prozent betragen, und auch geschmacklich sind leichte Mängel möglich. In der Regel enthält es deutlich weniger Polyphenole als hochwertiges natives Olivenöl extra.
Raffiniertes Olivenöl ▼
Raffiniertes Olivenöl wird nachträglich behandelt, um Qualitätsmängel auszugleichen. Dabei kommen physikalische oder chemische Verfahren zum Einsatz. Ein Großteil der empfindlichen Pflanzenstoffe, insbesondere der Polyphenole, geht dabei verloren. Entsprechend unterscheidet es sich deutlich von hochwertigem Olivenöl, auch im Hinblick auf mögliche gesundheitliche Effekte.
Gesundheitliche Wirkung von Olivenöl: Was die Studien zeigen
Herzgesundheit
Die wohl stärkste Evidenz liegt im Bereich der Herzgesundheit vor. Zahlreiche Studien zeigen, dass eine mediterrane Ernährung, die reich an nativem Olivenöl extra ist, mit einem deutlich geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Wichtig dabei ist, dass Olivenöl nicht nur eine Nebenrolle spielte, sondern eine zentrale Komponente der Ernährungsweise war.
Insbesondere der tägliche Konsum von HP‑EVOO trägt im Vergleich zu qualitativ minderwertigen Olivenölen zu einer Verbesserung der kardiometabolischen Parameter wie Cholesterin, Lipidprofil und Blutdruck bei (3, 4).
Studien zeigen, dass Olivenöl mit hohem Polyphenolgehalt dazu beitragen kann, LDL‑Cholesterin vor Oxidation zu schützen. Genau dieser Effekt wird auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit im offiziellen EU‑Health‑Claim beschrieben. Oxidiertes LDL gilt als ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Arteriosklerose (5).
Entzündungsregulation
Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist die Regulation von Entzündungsprozessen, die ein kardioprotektives Potenzial aufweisen. In mehreren kontrollierten Studien wurden nach regelmäßigem Konsum von polyphenolreichem Olivenöl niedrigere Entzündungsmarker im Blut gemessen. Dazu zählen unter anderem das C‑reaktive Protein (CRP) und Interleukin 6 (IL‑6) (6).
Auffällig ist, dass die Stärke dieses Effekts eng mit dem Polyphenolgehalt des Olivenöls zusammenhängt. Das deutet darauf hin, dass nicht jedes Olivenöl automatisch die gleichen Effekte liefert (7).
Blutzucker und Stoffwechsel
Auch im Bereich des Stoffwechsels gibt es interessante Hinweise. Studien legen nahe, dass Olivenöl die Insulinantwort nach einer Mahlzeit beeinflussen und die Insulinsensitivität verbessern kann. Wissenschaftler beobachteten ein bis zu 22 % reduziertes Risiko für Diabetes mellitus Typ‑2 bei einer Zufuhr von 25 g Olivenöl (8).
Kognitive Funktion
Ein noch relativ junges, aber spannendes Forschungsfeld betrifft die Wirkung auf kognitive Funktion und Demenzprävention. Vor allem Oleocanthal und Hydroxytyrosol stehen hier im Fokus (9). In Studien zeigen sie Eigenschaften, die als neuroprotektiv beschrieben werden. Unter anderem wurde beobachtet, dass sie Prozesse beeinflussen können, die mit der Ablagerung von Amyloid beta in Verbindung stehen, einem bekannten Faktor bei der Entstehung von Alzheimer (10).
Longevity
Polyphenolreiches Olivenöl wird zunehmend auch im Kontext der Longevity‑Medizin diskutiert. Gemeint sind damit Ansätze, die darauf abzielen, gesundes Altern möglichst lange zu erhalten. Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass die im Olivenöl enthaltenen Polyphenole an zentralen Prozessen beteiligt sein könnten, die mit dem Altern in Verbindung stehen (11).
Vor diesem Hintergrund wird hochwertiges, polyphenolreiches Olivenöl nicht nur im Zusammenhang mit der Prävention chronischer Erkrankungen betrachtet. Es könnte darüber hinaus auch grundlegende Mechanismen des biologischen Alterns beeinflussen und so einen Beitrag zu gesundem Altern leisten (12).
Warum nicht jedes Olivenöl gleich ist
Viele Menschen stellen fest, dass ihr alltäglich verwendetes Olivenöl nicht die Wirkung liefert, die die Forschung verspricht. Dahinter stehen mehrere Faktoren, die die Qualität und den Polyphenolgehalt deutlich beeinflussen.
Olivensorte ▼
Bestimmte Sorten wie Koroneiki aus Griechenland sind von Natur aus besonders reich an Polyphenolen. Andere Sorten enthalten deutlich geringere Mengen.
Erntezeitpunkt ▼
Unreife, früh geerntete Oliven enthalten deutlich mehr Polyphenole als vollreife Früchte. Während des Reifeprozesses kann der Gehalt um ein Vielfaches abnehmen. Öle aus früher Ernte, meist im Oktober oder November, sind daher besonders polyphenolreich, liefern jedoch geringere Erträge und sind entsprechend teurer.
Verarbeitung ▼
Schonende Bedingungen bei der Extraktion, insbesondere niedrige Temperaturen unter 27 Grad Celsius, tragen dazu bei, die empfindlichen Polyphenole zu erhalten. Höhere Temperaturen, lange Verarbeitungszeiten oder mangelnde Hygiene können dazu führen, dass wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.
Lagerung und Alter ▼
Polyphenole reagieren empfindlich auf Licht, Sauerstoff und Wärme. Mit der Zeit nimmt ihr Gehalt kontinuierlich ab. Ein Olivenöl, das über Monate oder Jahre ungünstig gelagert wurde, unterscheidet sich daher deutlich von einem frisch abgefüllten Produkt.
Das Problem mit herkömmlichen Olivenölen
Viele handelsübliche Olivenöle spiegeln genau diese Problematik wider. Häufig handelt es sich um Mischungen aus verschiedenen Ernten und Herkunftsländern. Sie werden in hellen Flaschen verkauft und sind beim Kauf oft bereits mehrere Monate alt. Untersuchungen zeigen, dass die Qualität dabei nicht immer den Erwartungen entspricht und nur wenige Öle die Anforderungen für natives Olivenöl erfüllen.
Das bedeutet: Die gesundheitlichen Effekte, die in Studien beschrieben werden, lassen sich nicht automatisch auf jedes beliebige Olivenöl übertragen. Qualität, Frische und insbesondere der Polyphenolgehalt machen hier den entscheidenden Unterschied.
Woran erkennst du hochwertiges Olivenöl?
Ohne Laboranalyse lässt sich die Qualität von Olivenöl nicht eindeutig bestimmen, aber es gibt einige Hinweise, an denen du dich orientieren kannst, wenn du ein wirklich hochwertiges und polyphenolreiches Olivenöl auswählen möchtest.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick
Geschmack ▼
Hochwertiges, polyphenolreiches Olivenöl schmeckt meist leicht bitter und verursacht ein deutliches Kratzen im Rachen. Genau dieses Gefühl ist ein gutes Zeichen und kein Mangel. Verantwortlich dafür ist unter anderem das Polyphenol Oleocanthal. Ein sehr mildes, fast butterartig schmeckendes Öl ohne Schärfe ist dagegen oft ein Hinweis auf einen niedrigen Polyphenolgehalt.
Erntejahr ▼
Achte darauf, dass ein konkretes Erntejahr angegeben ist und nicht nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Frisches Olivenöl sollte idealerweise innerhalb von 12 bis 18 Monaten nach der Ernte konsumiert werden.
Herkunft ▼
Transparente Angaben zur Herkunft sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Idealerweise findest du konkrete Regionen oder sogar den Produzenten auf der Flasche. Allgemeine Bezeichnungen wie „EU-Olivenöl" liefern dagegen kaum verwertbare Informationen zur Qualität.
Verpackung ▼
Dunkle Glasflaschen oder lichtgeschützte Verpackungen helfen dabei, die empfindlichen Inhaltsstoffe zu bewahren. Klare Plastikflaschen sind ein Hinweis auf geringere Produktqualität und ungünstige Lagerbedingungen.
Polyphenolgehalt ▼
Hochwertige Hersteller geben den Polyphenolgehalt häufig direkt an. Für den offiziellen EU Health Claim muss ein Olivenöl mindestens 5 Milligramm Hydroxytyrosol und verwandte Verbindungen pro 20 Gramm enthalten.
Zertifizierungen ▼
Siegel wie g.U. oder PDO stehen für eine geschützte Herkunft und können ein zusätzlicher Hinweis auf Qualität sein. Sie sagen jedoch nichts über den tatsächlichen Polyphenolgehalt aus und ersetzen keine Analysewerte.
Unsere Empfehlung
Geeignet für dich, wenn:
- du ein Olivenöl mit besonders hohem Polyphenolgehalt suchst
- dir ein hoher Gehalt an wirksamen Pflanzenstoffen wichtig ist
- du einen intensiven, kräftigen Geschmack bevorzugst
- du von den gesundheitlichen Vorteilen gezielt profitieren möchtest
Geeignet für dich, wenn:
- du ein Olivenöl mit moderatem Polyphenolgehalt suchst
- du einen milderen Geschmack bevorzugst, der sich gut für die tägliche Verwendung eignet
- du Olivenöl regelmäßig für deine Gesundheit anwenden möchtest
Tipps für die Einnahme
-
Morgens pur:
Ein Esslöffel O’Liv PLUS einnehmen, idealerweise nüchtern. So nimmst du gezielt die enthaltenen Polyphenole auf. -
Im Alltag verwenden:
Für die tägliche Küche eignet sich perfekt O’Liv Daily. Zum Beispiel in Kombination mit Zitronensaft oder als Dressing über Salate oder Gemüse. -
Kombination nutzen:
Durch die Kombination aus gezielter Einnahme und regelmäßiger Verwendung integrierst du Olivenöl unkompliziert und konstant in deine Ernährung für die optimale Wirkung.
Anwendung, Dosierung und Lagerung
Wie viel Olivenöl täglich?
In der Praxis hängt die optimale Menge stark vom jeweiligen Olivenöl ab. Hochwertige Olivenöle wie O´Liv Plus liefern so hohe Konzentrationen, dass oft schon etwa ein Esslöffel täglich genügt.
Im Rahmen der mediterranen Ernährung sind dennoch häufig 2-3 Esslöffel, etwa 20 bis 40 Gramm pro Tag üblich, insbesondere wenn Olivenöl regelmäßig in Mahlzeiten integriert wird. Das ist aus ernährungsphysiologischer Sicht in der Regel unproblematisch, da die Fettsäurezusammensetzung als günstig gilt.
Erhitzen — ja oder nein?
Natives Olivenöl extra hat, je nach Qualität und Zusammensetzung, einen Rauchpunkt zwischen etwa 160 und 210 Grad Celsius. Damit eignet es sich gut für schonendes Erhitzen wie Dünsten oder leichtes Anbraten. Bei sehr hohen Temperaturen, etwa beim scharfen Anbraten oder Frittieren, ist es jedoch sinnvoll, auf hitzestabilere Fette zurückzugreifen.
Wichtig ist außerdem: Die empfindlichen Polyphenole beginnen bereits bei Temperaturen von etwa 120 bis 140 Grad abzubauen. Wenn du gezielt von diesen bioaktiven Verbindungen profitieren möchtest, solltest du Olivenöl möglichst häufig kalt verwenden, zum Beispiel über Salate, gegartes Gemüse oder als Finish nach dem Kochen.
Richtig lagern
Olivenöl reagiert empfindlich auf Licht, Sauerstoff und Wärme. Eine falsche Lagerung kann die Qualität deutlich beeinträchtigen und den Polyphenolgehalt reduzieren.
Die wichtigsten Regeln im Überblick:
-
Dunkel lagern:
Vermeide direkte Sonneneinstrahlung und stelle das Olivenöl nicht in die Nähe von Herd oder Fenster. Ein geschlossener Schrank oder eine Schublade ist ideal. -
Kühl lagern:
Optimal sind Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad Celsius. Im Kühlschrank kann Olivenöl zwar ausflocken, das ist jedoch unbedenklich und bildet sich bei Raumtemperatur wieder zurück. -
Gut verschließen:
Sauerstoff beschleunigt die Oxidation. Achte darauf, die Flasche nach jeder Verwendung gut zu verschließen und verbrauche das Öl nach dem Öffnen möglichst zeitnah, idealerweise innerhalb von vier bis sechs Wochen.
Ein einfacher Hinweis auf nachlassende Qualität ist der Geruch und Geschmack. Riecht das Olivenöl ranzig, hat es einen Großteil seiner wertgebenden Inhaltsstoffe bereits verloren.
Fazit
Olivenöl kann ein wertvoller Bestandteil deiner Ernährung sein, entscheidend ist jedoch die Qualität. Vor allem polyphenolreiches natives Olivenöl extra unterscheidet sich deutlich von minderwertigen oder stark verarbeiteten Produkten. Die enthaltenen Polyphenole sind ein zentraler Grund für die gesundheitliche Relevanz im Rahmen der mediterranen Ernährung. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes Olivenöl erfüllt diese Ansprüche. Wenn du gezielt davon profitieren möchtest, lohnt es sich, auf hochwertige, polyphenolreiche Varianten wie O’Liv PLUS oder O’Liv Daily zu setzen.
Warum gilt Olivenöl als gesund?
Olivenöl ist ein zentraler Bestandteil der mediterranen Ernährung und wird mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie positiven Effekten auf Stoffwechsel, Entzündungen und allgemeine Gesundheit in Verbindung gebracht.
Was sind Polyphenole im Olivenöl?
Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die als natürliche Schutzstoffe der Olive dienen. Im menschlichen Körper wirken sie unter anderem antioxidativ und entzündungsmodulierend.Welche Rolle spielen Polyphenole für die Gesundheit?
Welche Rolle spielen Polyphenole für die Gesundheit?
Sie gelten als einer der wichtigsten Gründe für die positiven Effekte von hochwertigem Olivenöl, insbesondere im Zusammenhang mit Herzgesundheit, Zellschutz und Entzündungsprozessen.
Ist jedes Olivenöl gleich gesund?
Nein. Der gesundheitliche Nutzen hängt stark von Qualität, Verarbeitung und insbesondere dem Polyphenolgehalt ab. Viele günstige Öle enthalten nur geringe Mengen bioaktiver Stoffe.
Was bedeutet EVOO und HP-EVOO?
EVOO steht für „Extra Virgin Olive Oil“ (natives Olivenöl extra). HP-EVOO beschreibt besonders polyphenolreiche Varianten mit deutlich höheren Gehalten an bioaktiven Pflanzenstoffen.
Woran erkenne ich hochwertiges Olivenöl?
An bitter-würzigem Geschmack, leichtem Kratzen im Rachen, transparenter Herkunft, Erntejahr-Angabe, dunkler Flasche und idealerweise ausgewiesenem Polyphenolgehalt.
Wie viel Olivenöl sollte ich täglich konsumieren?
Üblich sind etwa 1–3 Esslöffel täglich. Bei hochwertigen, polyphenolreichen Ölen kann bereits eine kleinere Menge ausreichen.
Darf man Olivenöl erhitzen?
Ja, natives Olivenöl extra eignet sich für schonendes Erhitzen. Die wertvollen Polyphenole sind jedoch hitzeempfindlich und sollten idealerweise auch roh konsumiert werden.
Ist günstiges Olivenöl aus dem Supermarkt ungesund?
Nicht unbedingt ungesund, aber oft deutlich ärmer an Polyphenolen und bioaktiven Inhaltsstoffen, wodurch die in Studien beschriebenen Effekte meist nicht in gleichem Maß erreicht werden.
Referenzen zum Nachlesen
- Kiani AK, Medori MC, Bonetti G, Aquilanti B, Velluti V, Matera G et al. Modern vision of the Mediterranean diet. J Prev Med Hyg 2022; 63(2 Suppl 3):E36-E43.
- Flori L, Donnini S, Calderone V, Zinnai A, Taglieri I, Venturi F et al. The Nutraceutical Value of Olive Oil and Its Bioactive Constituents on the Cardiovascular System. Focusing on Main Strategies to Slow Down Its Quality Decay during Production and Storage. Nutrients 2019; 11(9).
- George ES, Marshall S, Mayr HL, Trakman GL, Tatucu-Babet OA, Lassemillante A-CM et al. The effect of high-polyphenol extra virgin olive oil on cardiovascular risk factors: A systematic review and meta-analysis. Crit Rev Food Sci Nutr 2019; 59(17):2772–95.
- Schwingshackl L, Krause M, Schmucker C, Hoffmann G, Rücker G, Meerpohl JJ. Impact of different types of olive oil on cardiovascular risk factors: A systematic review and network meta-analysis. Nutr Metab Cardiovasc Dis 2019; 29(10):1030–9.
- EFSA. Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to polyphenols in olive and protection of LDL particles from oxidative damage (ID 1333, 1638, 1639, 1696, 2865), maintenance of normal blood HDL cholesterol concentrations (ID 1639), mainte. EFSA Journal 2011; 9(4):2033.
- Schwingshackl L, Christoph M, Hoffmann G. Effects of Olive Oil on Markers of Inflammation and Endothelial Function-A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients 2015; 7(9):7651–75.
- Vidal Damasceno J, Garcez A, Anelo Alves A, da Mata IR, Morelo Dal Bosco S, Garavaglia J. Effects of daily extra virgin olive oil consumption on biomarkers of inflammation and oxidative stress: a systematic review and meta-analysis. Crit Rev Food Sci Nutr 2026; 66(2):392–408.
- Martínez-González MA, Sayón-Orea C, Bullón-Vela V, Bes-Rastrollo M, Rodríguez-Artalejo F, Yusta-Boyo MJ et al. Effect of olive oil consumption on cardiovascular disease, cancer, type 2 diabetes, and all-cause mortality: A systematic review and meta-analysis. Clin Nutr 2022; 41(12):2659–82.
- Tessier A-J, Cortese M, Yuan C, Bjornevik K, Ascherio A, Wang DD et al. Consumption of Olive Oil and Diet Quality and Risk of Dementia-Related Death. JAMA Netw Open 2024; 7(5):e2410021.
- Kaddoumi A, Denney TS, Deshpande G, Robinson JL, Beyers RJ, Redden DT et al. Extra-Virgin Olive Oil Enhances the Blood-Brain Barrier Function in Mild Cognitive Impairment: A Randomized Controlled Trial. Nutrients 2022; 14(23).
- Del Fernández Río L, Gutiérrez-Casado E, Varela-López A, Villalba JM. Olive Oil and the Hallmarks of Aging. Molecules 2016; 21(2):163.
- Hu FB. Diet strategies for promoting healthy aging and longevity: An epidemiological perspective. J Intern Med 2024; 295(4):508–31.




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