Mein Kind hat Magen-Darm

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Eine der häufigsten Sachen, die unsere Kinder aus der Kita oder von der Schule mitbringen. Wir haben ein paar Tipps für dich, wie du diese Situation mit mehr Leichtigkeit händeln kannst. 

  1. Dinge, die andere Eltern gerne vorher gewusst hätten:  
  2. Das richtige Setting: Am besten sollte neben deinem Kind bereits ein Mülleimer mit einer Tüte bereitstehen – denn: manchmal geht es ganz schnell. Danach: alles direkt beseitigen. Meistens bleibt es nicht bei einem Mal übergeben, sondern bis zu mehreren Malen hintereinander. Wenn dein Kind im Bett lag und ihr bereits das Bett bezogen habt: legt es danach mit Handtüchern aus.  
  3. Der richtige Umgang: Kinder schämen sich oftmals in solchen Situationen und sind überfordert. Wenn du dich jedoch auch ekelst und vielleicht Zeichen von Distanz zeigst, geraten sie nur noch mehr in eine Spirale voller negativer Emotionen. Also: Ruhe wahren. Lasst euch den möglichen Ekel nicht anmerken. Euer Kind ist in dieser Situation schon verletzlich genug. 
  4. Desinfizieren: Damit die Keime nicht weitergetragen werden, sollten insbesondere Türklinken und andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs desinfiziert werden.  
  5. Sei für dein Kind da: Das ist das Wichtigste! Denn dein Kind braucht jetzt die Unterstützung und liebevolle Fürsorge. Mache am besten eine Wärmflasche warm und sei in der unmittelbaren Umgebung. Vielleicht kannst du deinem Kind noch eine Geschichte vorlesen und anderweitig für etwas Ablenkung sorgen.  
  6. Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ausgleichen: Bei Magen-Darm-Erkrankungen verlieren die Betroffenen in kürzester Zeit viele wichtige Nährstoffe und gleichzeitig an Flüssigkeit. Stilles Wasser und nährstoffreiche Speisen sorgen für einen schnelleren Ausgleich. 

Achtung! Top-Secret. 

Kennst du schon unseren persönlichen Geheimtipp bei Magen-Darm-Beschwerden? Wir schwören auf die Moro-Suppe, die aus nahezu 100 % Möhren besteht. Die Rezeptur stammt aus dem Jahr 1908 von dem Heidelberger Kinderklinik Professor Ernst Moro. Beim Kochen von Möhren entstehen sogenannte Oligogalakturonsäuren, die den Rezeptoren unserer Darmwände ähneln. Die Folge: die Krankheitserreger docken an den Oligogalakturonsäuren an und nicht wie zuvor an unserer Darmwand. So können sich beim nächsten Toilettengang mit ausgeschieden werden und verweilen wesentlich kürzer in unserem Körper.  

Suppe

Rezept: Moro-Suppe 

Was du brauchst:  

500 g Möhren  

1 L Wasser  

1 TL Salz 

Die Zubereitung:  
  1. Schäle die Möhren und schneide sie in kleine Würfel.
  2. Fülle Wasser in einen Topf und gebe die Möhren dazu (sie sollten mit Wasser bedeckt sein).
  3. Koche die Möhren mindestens 90 Minuten lang mit einem Liter Wasser, bis sie zerkocht sind.
  4. Am Ende fügst du noch 1 TL Kochsalz hinzu und pürierst die Möhren.
  5. Et voilá die Moro-Suppe ist verzehrfertig.  

Quellen:  

  • (1) Ärztezeitung: Karottensuppe nach Moro könnte auch EHEC lahmlegen, https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Karottensuppe-nach-Moro-koennte-auch-EHEC-lahmlegen-290530.html [10.05.2023].
  • (2) Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin e. V.: Mein Kind hat Bauchschmerzen, https://www.dgkj.de/eltern/dgkj-elterninformationen/elterninfo-bauchschmerzen [10.05.2023].
  • (3) Sana Medizinwelt: Gefühlszentrum Bauch. Bauchschmerzen bei Kindern, https://www.sana.de/kinder-und-jugendmedizin/bauchschmerzen-bei-kindern#:~:text=Viel%20Kuscheln%2C%20Geschichten%20vorlesen%20oder,eine%20sanfte%20Bauchmassage%20Linderung%20verschaffen [10.05.2023].