Herz

Herzgesundheit: Die vielversprechende Rolle von Roter Bete

Hände halten ein kleines rotes Herz aus Holz – Symbol für Herzgesundheit, Vorsorge und kardiovaskuläres Wohlbefinden.

Lange galt Rote Bete vor allem als deftiges Wintergemüse aus Omas Küche. Heute beschäftigt sich die Wissenschaft intensiv mit ihren Inhaltsstoffen im Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-System. Im Zentrum steht ein körpereigener Botenstoff, der für die Funktion der Blutgefäße eine zentrale Rolle spielt.


In diesem Beitrag bekommst du einen fundierten Überblick darüber, wie Rote Bete und Herzgesundheit wissenschaftlich diskutiert werden, was Studien beobachten und welche Form sich gut in den Alltag integrieren lässt.

Das Wichtigste in Kürze

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen, eine ausgewogene Ernährung wird in diesem Kontext häufig diskutiert.

Studien deuten darauf hin, dass eine regelmäßige Aufnahme von Rote-Bete-Saft mit verschiedenen physiologischen Parametern in Verbindung stehen kann.

Fermentiertes Rote-Bete-Saftkonzentrat enthält in der Regel weniger Oxalsäure und lässt sich einfach in den Alltag integrieren.

Warum das Herz im Mittelpunkt der Prävention steht

Erkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt oder Schlaganfall entwickeln sich häufig über viele Jahre, oft unbemerkt. In Deutschland zählen sie weiterhin zu den führenden Todesursachen (1). 


Das macht den Lebensstil zu einem viel diskutierten Thema. Viele dieser Erkrankungen stehen in Zusammenhang mit individuellen Lebensgewohnheiten. Bewegung, Schlafqualität, Stressmanagement und die tägliche Ernährung werden in der wissenschaftlichen Diskussion immer wieder als relevante Faktoren genannt. Im Bereich Ernährung rückt dabei ein Lebensmittel zunehmend in den Fokus, das viele Jahrzehnte ein Nischendasein führte: die Rote Bete.

Lächelnde Frau mittleren Alters – Lebensstil und Ernährung unterstützen Herzgesundheit.

Das Endothel: kleine Zellschicht, große Bedeutung

Um zu verstehen, warum Rote Bete im wissenschaftlichen Kontext so interessant ist, lohnt ein Blick auf eine bislang wenig beachtete Struktur in deinem Körper: das Endothel. Diese hauchdünne innere Auskleidung der Blutgefäße galt lange als reine Trennschicht. Inzwischen weiß man, dass sie eines der größten und aktivsten Gewebe des Körpers ist.


Zu den Aufgaben des Endothels gehören:


  • Mitwirkung an der Regulierung der Gefäßweite
  • Beteiligung an der Steuerung der Blutgerinnung
  • Rolle bei Entzündungsreaktionen
  • Kontrolle, welche Stoffe vom Blut ins Gewebe übergehen

Funktioniert diese Schicht nicht mehr optimal, sprechen Mediziner von einer endothelialen Dysfunktion. Sie wird in der Forschung als einer der frühen Schritte auf dem Weg zur Arteriosklerose diskutiert. Wissenschaftliche Untersuchungen befassen sich daher zunehmend mit ernährungsbezogenen Aspekten in diesem Kontext.

Hand zeichnet ein Herz auf Tafel – symbolisiert Herzgesundheit, Prävention und kardiovaskuläre Fitness.

Rote Bete: vom traditionellen Gemüse zum Studienliebling

Botanisch betrachtet ist die Rote Bete (Beta vulgaris) eine enge Verwandte des Mangolds und der Zuckerrübe. Ihre charakteristische, tiefrote Farbe stammt von den Betalainen, einer Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe. Im Zentrum der Forschung steht jedoch ein anderer Inhaltsstoff: Nitrat.


Je nach Sorte und Anbaubedingungen liefert die Knolle etwa 250 bis 500 Milligramm anorganisches Nitrat pro 100 Gramm (2). Damit zählt sie zu den nitratreichsten Gemüsesorten überhaupt – nur Rucola, Spinat und Mangold spielen in einer ähnlichen Liga.

Warum Nitrat aus Gemüse anders eingeordnet wird

Das Wort „Nitrat" hat in der öffentlichen Wahrnehmung oft einen schlechten Ruf, und tatsächlich kommt es auf die Quelle an. Nitrat aus belastetem Grundwasser oder aus gepökeltem Fleisch wird ernährungsphysiologisch anders bewertet als Nitrat aus Gemüse. Pflanzliche Lebensmittel bringen das Nitrat im Verbund mit Antioxidantien, Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen mit. Dieses Zusammenspiel wird in der Forschung intensiv untersucht (3).

Frische Rote-Bete-Knollen, aufgeschnitten, zeigen das tiefrote Innere – reich an Nitrat, wichtig für Herzgesundheit.

So entsteht aus Nitrat ein zentrales Signalmolekül

Sobald Rote Bete in deinem Körper ankommt, setzt eine bemerkenswerte Reaktionskette ein. Aus dem aufgenommenen Nitrat kann ein Botenstoff entstehen, der in der Forschung zur Gefäßfunktion eine zentrale Rolle spielt: Stickstoffmonoxid, kurz NO.


Der Weg dorthin verläuft in mehreren Stationen:


  • Im Mund: Spezielle Bakterien auf deiner Zunge wandeln einen Teil des Nitrats zunächst in Nitrit um. Diese Bakterien sind ein natürlicher Bestandteil deiner Mundflora und für den Prozess unverzichtbar.
  • Im Magen und Blutkreislauf: Aus dem Nitrit kann im weiteren Stoffwechsel Stickstoffmonoxid entstehen, das in der Forschung als Signalmolekül beschrieben wird.
  • An den Gefäßen: NO wird in der wissenschaftlichen Literatur als Faktor diskutiert, der an der Entspannung der glatten Muskulatur in den Gefäßwänden beteiligt sein kann (4).

Wie wichtig dieses Molekül in der Forschung eingestuft wird, zeigt eine Auszeichnung aus dem Jahr 1998: Drei Wissenschaftler erhielten damals den Nobelpreis für Medizin für ihre Erkenntnisse zur Rolle von Stickstoffmonoxid im Herz-Kreislauf-System.

Frischer Rote-Bete-Saft mit kleinen Rote-Bete-Würfeln auf einem Tisch – fördert Herzgesundheit und unterstützt die Gefäßfunktion.

Was die Forschung zur Roten Bete untersucht hat

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Roter Bete im Bereich Herzgesundheit hat in den vergangenen 15 Jahren stark zugenommen. Diese Forschungsbereiche stechen besonders hervor.

Rote Bete Wissenschaftliche Untersuchungen

Untersuchungen zum Blutdruck

Mehrere Übersichtsarbeiten haben analysiert, wie sich nitratreiche Lebensmittel auf physiologische Parameter auswirken können. Eine Metaanalyse beschreibt Beobachtungen zur Aufnahme von anorganischem Nitrat bei älteren Erwachsenen im Zusammenhang mit systolischen Blutdruckwerten (5). Weitere Studien haben sich mit ähnlichen Fragestellungen bei Personen mit erhöhten Blutdruckwerten beschäftigt (6).

Wichtig dabei: Diese wissenschaftlichen Beobachtungen sind im Sinne einer ernährungsbezogenen Forschungslage zu verstehen und nicht als Ersatz für eine ärztliche Therapie.

Untersuchungen zur Gefäßfunktion

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Endothelfunktion. Untersucht wird unter anderem die flussvermittelte Vasodilatation, ein Marker dafür, wie sich Gefäße bei Bedarf erweitern. Studien beschäftigen sich damit, ob die regelmäßige Aufnahme von Rote-Bete-Saft mit Veränderungen dieses Parameters in Verbindung stehen kann (7).

Untersuchungen zur körperlichen Belastung

Ein dritter Bereich ist vor allem für sportlich aktive Menschen interessant. Untersuchungen befassen sich damit, wie nitrathaltiger Rote-Bete-Saft im Zusammenhang mit Muskelarbeit und körperlicher Ausdauer steht (8).

Frau genießt frische Luft draußen – Stressreduktion und Bewegung tragen zur Herzgesundheit bei.

Wenn der rohe Saft an seine Grenzen kommt

Wer schon einmal versucht hat, regelmäßig frischen Rote-Bete-Saft zu trinken, kennt die Hürden. Der erdige Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, die größeren Trinkmengen lassen sich im Alltag kaum durchhalten. 


Hinzu kommt der relativ hohe Oxalsäuregehalt, der für empfindliche Menschen oder Personen mit Neigung zu Nierensteinen ein Thema sein kann. Genau hier kommt eine Form ins Spiel, die altes Lebensmittelhandwerk mit moderner Lebensmittelwissenschaft verbindet: fermentiertes Rote-Bete-Saftkonzentrat.


Was bei der Fermentation passiert


  • Milderer Geschmack: Die typisch erdige Note tritt zurück, leicht säuerlich-süße Aromen kommen stärker zur Geltung.
  • Weniger Oxalsäure: Bestimmte Milchsäurebakterien können Oxalat teilweise abbauen. Fermentierte Varianten enthalten daher in der Regel weniger Oxalsäure als der Rohsaft (9).
  • Konzentrierte Inhaltsstoffe: Eine kleine Portion liefert eine relevante Menge an Nitrat.
  • Alltagstauglichkeit: Viele Menschen, denen rohen Rote-Bete-Saft als zu intensiv empfinden, kommen mit der fermentierten Form besser zurecht.

Unsere Empfehlung

Betanio PLUS ist ein hochwertiges Bio Rote-Bete-Saftkonzentrat, das die wertvollen Inhaltsstoffe der roten Bete in konzentrierter Form liefert, mit 46-mal weniger Oxalsäure und einem milden, ausgewogenen Geschmack.

Tipps für die Anwendung im Alltag

  1. Regelmäßigkeit: Bei ernährungsbezogenen Themen wird in der Forschung häufig die kontinuierliche Aufnahme über mehrere Wochen betrachtet, nicht die einmalige Einnahme.
  2. Mit einer Mahlzeit verbinden: Frühstück oder Mittagessen eignen sich gut als feste Ankerpunkte. Eine Routine erleichtert es, am Ball zu bleiben.
  3. Mundhygiene beachten: Antibakterielle Mundspülungen direkt vor oder nach der Einnahme können den Umbau von Nitrat zu Nitrit beeinflussen, weil die dafür relevanten Bakterien im Mund leben.
  4. Ausreichend trinken: Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist generell sinnvoll und kann auch im Zusammenhang mit Oxalsäure ein Thema sein.
  5. Geduld mitbringen: In wissenschaftlichen Untersuchungen werden ernährungsbezogene Beobachtungen meist über längere Zeiträume hinweg analysiert.

Wichtiger Hinweis: Rote Bete ist ein Lebensmittel und ersetzt keine ärztliche Behandlung im Rahmen der Herzgesundheit. Bei bestehendem Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder der Einnahme blutdrucksenkender Medikamente solltest du die regelmäßige Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt abstimmen.

Fazit

Rote Bete ist weit mehr als ein traditionelles Wintergemüse. Sie verbindet vertraute Esskultur mit moderner Ernährungsforschung. Im Kern steht der Mechanismus über Nitrat und Stickstoffmonoxid, ein körpereigener Botenstoff, der in der Forschung zur Herzgesundheit eine zentrale Rolle spielt. Studien deuten darauf hin, dass eine regelmäßige Aufnahme mit verschiedenen physiologischen Parametern in Verbindung stehen kann.


Für den Alltag ist die Frage der Verträglichkeit ein wichtiger Punkt. Roher Saft kann durch Oxalsäure und Geschmack für manche Menschen weniger geeignet sein. Fermentierte Rote-Bete-Saftkonzentrate wie Betanio PLUS bieten eine moderne, alltagstaugliche Form mit konzentrierter Inhaltsstoffzusammensetzung.

Kann Rote Bete den Blutdruck beeinflussen?

Studien untersuchen seit Jahren den Zusammenhang zwischen nitrathaltiger Ernährung und Blutdruckwerten. Besonders das in Roter Bete enthaltene Nitrat steht dabei im Fokus der Forschung.

Warum gilt Rote Bete als interessant für die Herzgesundheit?

Rote Bete liefert natürlicherweise Nitrat, aus dem im Körper Stickstoffmonoxid entstehen kann. Dieser Botenstoff wird wissenschaftlich mit der Gefäßfunktion in Verbindung gebracht.

Was macht Stickstoffmonoxid im Körper?

Stickstoffmonoxid (NO) ist ein körpereigenes Signalmolekül. In der Forschung wird es unter anderem mit der Herzgesundheit, Regulation der Gefäßweite und der Durchblutung in Zusammenhang gebracht.

Wie viel Nitrat steckt in Roter Bete?

Der Nitratgehalt kann je nach Sorte, Saison und Anbau variieren. Rote Bete zählt jedoch zu den nitratreichsten Gemüsesorten überhaupt.

Warum wird fermentierte Rote Bete oft besser vertragen?

Durch die Fermentation verändert sich die Zusammensetzung des Safts. Viele Menschen empfinden fermentierte Varianten geschmacklich milder und bekömmlicher als rohen Rote-Bete-Saft.

Wie lässt sich Rote Bete einfach in den Alltag integrieren?

Neben frischer Roter Bete oder Saft nutzen viele Menschen konzentrierte oder fermentierte Produkte, da sie leichter dosierbar und alltagstauglicher sein können.

Referenzen zum Nachlesen
  1. Robert-Koch-Institut. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. RKI 2024.
  2. Punia Bangar S, Sharma N, Sanwal N, Lorenzo JM, Sahu JK. Bioactive potential of beetroot (Beta vulgaris). Food Res Int 2022; 158:111556.
  3. Bondonno CP, Pokharel P, Erichsen DW et al. Source-specific nitrate intake and incident dementia in the Danish Diet, Cancer and Health Study. Alzheimers Dement 2025; 21(12):e70995.
  4. Lee E, Park H-Y, Sun Y et al. Beetroot Juice and Exercise for Clinical Health and Athletic Performance: A Narrative Review. Nutrients 2026; 18(1).
  5. He Y, Liu J, Cai H et al. Effect of inorganic nitrate supplementation on blood pressure in older adults: A systematic review and meta-analysis. Nitric Oxide 2021; 113-114:13–22.
  6. Benjamim CJR, Porto AA, Valenti VE et al. Nitrate Derived From Beetroot Juice Lowers Blood Pressure in Patients With Arterial Hypertension. Frontiers in Nutrition 2022; 9:823039.
  7. Bahrami LS, Arabi SM, Feizy Z, Rezvani R. The effect of beetroot inorganic nitrate supplementation on cardiovascular risk factors. Nitric Oxide 2021; 115:8–22.
  8. Coggan AR, Baranauskas MN, Hinrichs RJ, Liu Z, Carter SJ. Effect of dietary nitrate on human muscle power. J Int Soc Sports Nutr 2021; 18(1):66.
  9. Soliman NR, Effat BAM, Mehanna NS, Tawfik NF, Ibrahim MK. Activity of probiotics from food origin for oxalate degradation. Arch Microbiol 2021; 203(8):5017–28.

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