Vier Kinder spielen im Wald

Kinder sind kleine Abenteurer. Sie sind von Natur aus neugierig und voller Energie. Doch in einer zunehmend digitalen Welt, in der Bildschirme dominieren, ist es umso wichtiger, ihnen zu zeigen, dass Outdoor-Aktivitäten eine schöne Abwechslung sind. In diesem Artikel erklären wir dir, warum Outdoor-Aktivitäten so wichtig für Kinder sind.

Wie beeinflussen Outdoor-Aktivitäten die körperliche Gesundheit deines Kindes?

Toben, Klettern, Radfahren, Ballspielen oder Seilchen springen. Kinder sind wahre Energiebündel und lieben es, die Welt jeden Tag aufs Neue zu entdecken. Wenn dein Kind draußen spielt, atmet es tief ein und füllt seine Lungen mit frischer Luft. Zudem ermöglichen Outdoor-Aktivitäten es ihm, seine motorischen Fähigkeiten zu verbessern und seine Knochen und Muskeln zu stärken. Bewegung im Freien fördert nicht nur eine gesunde körperliche Entwicklung, sondern unterstützt auch den Erhalt eines gesunden Gewichts und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Insbesondere die Sommerzeit eignet sich optimal für Outdoor-Aktivitäten, da die Sonne die Bildung von Vitamin D fördert, welches für gesunde Knochen und Zähne unerlässlich ist.

Wie fördern Outdoor-Aktivitäten die soziale Interaktion und das psychische Wohlbefinden?

Mit anderen Kindern spielen. Oft treffen Kinder bei Outdoor-Aktivitäten auf andere Kinder. Sie spielen zusammen, unterhalten sich und entdecken gemeinsam die Natur. Durch diese Aktivitäten lernen sie bereits früh miteinander zu kommunizieren und Konflikte zu lösen – was wiederum die soziale Kompetenz und das Selbstvertrauen fördert. Zudem hat die Natur eine magische, beruhigende Wirkung auf Körper und Geist. „Raus in die Natur!“, ist das Credo, was zur Stressbewältigung beiträgt, denn: grüne Landschaften, das Rauschen der Bäume und das Zwitschern der Vögel wirken wie Balsam für die Seele und können dazu beitragen, Ängste und Sorgen abzubauen. Studien zeigen, dass Kinder, die regelmäßig Zeit im Freien verbringen, weniger an Angstzuständen und Depressionen leiden.

Kleiner Junge rennt mit Flugdrachen in der Hand den Berg hinunter

Wie können Outdoor-Aktivitäten die Kreativität und Fantasie deines Kindes anregen?

Ob eine Schatzsuche, ein selbstgebautes Baumhaus oder ein erfundenes Spiel - Die Natur ist ein unendlicher Spielplatz für die kindliche Fantasie. Wenn Kinder draußen spielen, können sie ihre Kreativität voll entfalten und ihre eigenen Abenteuer erschaffen. Beim Spielen in der Natur gibt es keine festen Strukturen und keine Regeln. Diese freie Entfaltung fördert kreatives Denken und ermutigt Kinder dazu, innovative Lösungen zu finden.

Zudem schärfen Outdoor-Aktivitäten die Sinneswahrnehmungen von Kindern. Sie fühlen die Texturen von Pflanzen, hören den Wind in den Bäumen, riechen den Duft von Blumen und sehen eine Vielzahl an Farben. In der Natur gibt es eine Fülle von faszinierenden Dingen zu entdecken, sei es die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt oder die natürlichen Landschaften. Kinder können die Natur beobachten, Details erfassen und sich von diesen Eindrücken inspirieren lassen. Dies kann dazu führen, dass sie ihre kreativen Fähigkeiten auf neue Weise einsetzen und ihre Vorstellungskraft weiterentwickeln.

Also: Raus in die Natur!

Outdoor-Aktivitäten ermöglichen es, deinem Kind, die Schönheit und Vielfalt der Natur zu entdecken und zu schätzen. Wenn es Tiere beobachtet, Pflanzen bestaut oder durch Wälder streift, fördert es seine Kreativität und lernt gemeinsam mit anderen Kindern verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Outdoor-Aktivitäten sind nicht nur unvergessliche Erfahrungen, sondern stärken gleichzeitig die körperliche, emotionale und soziale Gesundheit unserer Kinder. Also lasst uns gemeinsam das Smartphone zur Seite legen und raus in die Natur gehen!

Quellen:

  • (1) Janssen, I., Leblanc, A. G., & Gortmaker, S. L. (2012). The importance of play in promoting healthy child development and maintaining strong parent-child bonds. Pediatrics, 129(1), e204-e213 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22201149/).
  • (2) Taylor, A. F., & Kuo, F. E. (2009). Children with attention deficits concentrate better after walk in the park. Journal of Attention Disorders, 12(5), 402-409 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18725656/).
  • (3) Berman, M. G., Jonides, J., & Kaplan, S. (2008). The cognitive benefits of interacting with nature. Psychological Science, 19(12), 1207-1212 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19121124/).
  • (4) Herrington, S., & Studtmann, K. (1998). Landscape interventions: New directions for the design of children's outdoor play environments. Landscape and Urban Planning, 42(2-4), 191-205 (https://www.academia.edu/3181133/Landscape_interventions_new_directions_for_the_design_of_childrens_outdoor_play_environments).
  • (5) Van den Berg, A. E., Jorgensen, A., & Wilson, E. R. (2007). Evaluating restoration in urban green spaces: Does setting type make a difference? Landscape and Urban Planning, 83(1), 198-211. 
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